27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Brand auf Frachter ist gelöscht

Ostuferhafen Brand auf Frachter ist gelöscht

Das Feuer in dem Laderaum des Frachters „Ventura“ hat die Kieler Feuerwehr in der Nacht zum Sonnabend über Stunden gefordert. Am Liegeplatz 4 des Ostuferhafens musste ein Teil der Ladung des Schiffes auf die Pier geschüttet werden. Dort löschten Einsatzkräfte die aus Lettland stammenden Rübenschnitzel.

Voriger Artikel
Kiels Traum wird in Marburg wahr
Nächster Artikel
Jetzt mischen sie mit in Kiels Politik

Das Feuer in dem Laderaum des Frachters „Ventura“ hat die Kieler Feuerwehr in der Nacht zum Sonnabend über Stunden gefordert.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Diese Pellets waren im Laderaum aus noch ungeklärter Ursache während der Fahrt in Brand geraten. Mehr als 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Dietrichsdorf und Elmschenhagen waren mit einem Großaufgebot vertreten. Unterstützt wurden die Löscharbeiten von einem Bagger, der mitsamt Fahrer vom Getreideumschlagsbetrieb Burmann geholt worden war. Erst am Sonnabend gegen 2 Uhr war der Einsatz beendet.

Hier sehen Sie Fotos von der Löschung des Frachters Ventura im Kieler Ostuferhafen.

Zur Bildergalerie

Die „Ventura“ war Freitag gegen 12.30 Uhr auf der Kieler Förde aufgefallen. Beim Einlaufen in die Schleuse hatte die Besatzung eine erhöhte Temperatur im Laderaum festgestellt. Eine Untersuchung durch eine Brandbekämpfungseinheit der Kieler Feuerwehr erhärtete den Verdacht, dass sich in dem mit Rübenschnitzel gefüllten Laderaum Glutnester befanden. Nach der Erkundung übernahm um 17.30 Uhr schließlich das Havariekommando in Cuxhaven die Koordination des Einsatzes. Die Einsatzkräfte entschieden sich aufgrund der Ladung für eine Brandbekämpfung von der Landseite aus. „Das Schiff musste so schnell wie möglich an einen Liegeplatz. Nur so konnten wir schnell an die Glutnester herankommen“, sagte Einsatzleiter Thomas Börner von der Kieler Feuerwehr. Mit dem Hafenamt Kiel wurde ein Notliegeplatz im Ostuferhafen ausgewählt. Begleitet von den Polizeibooten „Falshöft“ und „Neumühlen“ sowie dem Schlepper „Holtenau“ machte die „Ventura“ kurz vor 21 Uhr im Ostuferhafen fest. „Es gibt für derartige Fälle spezielle Liegeplätze. Dieser Liegeplatz ist wegen seiner freien Fläche auf dem Kai für diesen Einsatz optimal“, sagte Hafenkapitän Michael Schmidt.  „ Die Einsatzkräfte können sich so postieren, dass wir viel Wasser auf die Pier bekommen“, sagte Einsatzleiter Thomas Börner von der Berufsfeuerwehr Kiel. Zusammen mit Feuerwehrchef Thomas Hinz sowie Vertretern der Reederei, der Versicherung und des Schiffsmaklers Sartori & Berger wurde die Lösung gefunden, die Schüttgutladung mit einem speziellen Greifer auf die Pier zu schütten. Dort wurden mehrere Löschtrupps mit C- und B-Schläuchen postiert. Während der Bagger die betroffenen Ladungsmengen auf die Pier schüttete, wurde die Glut dann sofort mit Wasser gelöscht. Die danach aufgequollenen Rübenschnitzel müssen jetzt entsorgt werden.

Nachkontrollen am Morgen

Die angebrannte Ladung muss jetzt entsorgt werden. Durch den punktuellen Einsatz sind nur etwa 50 bis 100 Tonnen der 4200 Tonnen beschädigt worden. Die restliche Ladung konnte so gerettet werden. „Der Einsatz ist sehr gut gelaufen“, sagte Einsatzleiter Börner. Die Ursache des Feuers wird noch untersucht. Neben Selbstentzündung oder einer Zigarettenkippe bei der Beladung in Lettland gilt auch eine Lampe im Laderaum als mögliche Ursache.

Der 106 Meter lange Frachter konnte seine Reise am Sonntagabend fortsetzen. Das Schiff fährt unter der Flagge von Antigua & Barbuda und wird von der Reederei Strahlmann aus Brunsbüttel betrieben. Der 2006 in den Niederlanden gebaute Frachter wurde glücklicherweise nur leicht beschädigt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3