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Zungenbrecher auf Französisch

France Mobil Zungenbrecher auf Französisch

Hätten Sie Lust auf einen kleinen Sprachkursus? Dann kommen Sie doch einfach gedanklich mit nach Mettenhof an das Thor-Heyerdahl-Gymnasium. Dort macht gerade das France Mobil Halt.Gemeinsam mit den Schülern können Sie ein bisschen Französisch lernen.

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So macht Sprache Spaß: Hebun (13), Mohib (13), Sahand (12), Marlena (12), Asia (12) und Dilan (13) (von links) lassen sich von Amandine Juan (3.v.l.) vom France Mobil die Feinheiten der französischen Sprache erklären.

Quelle: Kristiane Backheuer

Kiel. Ein Satz, mit dem Sie durch ganz Frankreich kommen, und ein französischer Zungenbrecher sind auch dabei. Sprache kann so einfach sein. Zumindest wenn man Amandine Juan zuhört. Die 26-jährige Französin ist heute Lehrerin, und die knapp 30 Siebtklässler hängen an ihren Lippen. „Rouge“, sagt sie und malt mit Kreide einen roten Punkt an die Tafel. Es folgen die Worte „bleu“ und „jaune“ für Blau und Gelb. Mit einem Platzwechselspiel prägen sich die Schüler, die seit September die Sprache lernen, die Worte ganz schnell ein. Es gibt drei Gruppen und drei Farben. Heißt es „un, deux, trois bleu“, dann springen die Mitglieder der blauen Gruppe auf und wechseln die Plätze. Unter viel Gelächter kommt ordentlich Bewegung in den Raum.

 Jetzt malt die gebürtige Pariserin die eine Hälfte des Kreises blau aus, die andere rot. „Violet“ kommt als neue Farbe dazu und „Orange“. Nun toben die Mitglieder von zwei Farben durch den Raum. „Das macht sie richtig toll“, freut sich Swantje Grell (49), Französischlehrerin der Klasse. „Durch die Bewegung werden die Hirnsynapsen wunderbar in Schwung gebracht. Die Farben werden sie nicht vergessen. In den nächsten Stunden kann ich hier anknüpfen und wunderbar die männliche und weibliche Form einführen.“ Denn Farben sind Adjektive und die richten sich nach dem Subjekt. So heißt es „un pantalon bleu“ (eine blaue Hose), aber „une chemise bleue“ (ein blaues Hemd).

Schon im September 2015 hatte sich Swantje Grell um den Besuch des France Mobils bemüht. Bei dem 2002 initiierten Projekt besuchen französische Lektoren jeden Tag eine andere Schule in ganz Deutschland, um die Schüler spielerisch für die Sprache zu begeistern. Doch weiter geht’s im Unterricht: Zur Erheiterung folgt ein Zungenbrecher: „Les chaussettes de l’archiduchesse sont-elles sèches, archi-sèches? Was so viel heißt wie: Sind die Socken der Erzherzogin trocken, staubtrocken?

Zum Schluss gibt es noch den wichtigsten Satz, den Schüler beim Besuch in Frankreich wissen müssen: „Où puis-je trouver le Wifi?“ (Wo kann ich WLAN finden?). Beim Rausgehen hebt Asia (12) den Daumen: „C’est super!“, sagt sie und lacht.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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