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Fregatte „Brandenburg“ liegt weiter in Kiel fest

"Brandenburg" Fregatte „Brandenburg“ liegt weiter in Kiel fest

Die am Sonnabend durch ein Feuer beschädigte Fregatte „Brandenburg“ liegt weiter in Kiel. Der Schaden durch den Brand werde noch untersucht, teilte ein Sprecher des Marinekommandos an.

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Die "Brandenburg" liegt nach dem Brand weiter in Kiel. Die Untersuchungen dauern an.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Am Sonnabend war auf der Fahrt von Wilhelmshaven nach Neustadt ein Feuer im Bereich des Schornsteins an Steuerbordseite ausgebrochen. Die Untersuchungen sollen die Ursache des Brandes ermitteln und Wiederholungen ausschließen.  So sollen Erkenntnisse gewonnen werden, ob für die drei Schwesterschiffe der „Brandenburg“ im Abgasbereich ebenfalls eine Feuergefahr besteht.

Die Reparatur des Brandschadens ist parallel ebenfalls angelaufen. Über die Dauer der Liegezeit in Kiel konnte das Marinekommando in Rostock noch keine Aussage machen. Fest steht aber, dass das Schiff auf jeden Fall zu einem Training mit der Royal Navy Ende Oktober nach Devonport in Südengland fahren soll. Die Fregatte ist dort für Teilnahme am German Operational Sea Training eingeplant, bei dem die Besatzung auf ihre Einsatzbereitschaft getestet und auch benotet wird. Ein Aspekt bei dieser Prüfung ist auch die Brand- und Leckabwehr. In diesem Bereich hat die Crew am Sonnabend bewiesen, dass sie schnell reagieren kann. Das Feuer war gegen 18.30 Uhr bei der Einfahrt in den Großen Belt in dänischen Gewässern ausgebrochen. Trotz der verwinkelten Lage des Brandortes im Steuerbord-Schornsteinschacht hatten die Löschtrupps der Mannschaft den Brand in weniger als einer Stunde gelöscht. Schon zwei Stunden nach dem Ausbruch des Feuers konnte die Fregatte die Fahrt aus eigener Kraft mit der Backbordantriebswelle fortsetzen. Die Steuerbordwelle und der Antriebsmotor auf der Steuerbordseite wurden vorsorglich stillgelegt. Statt Neustadt wurde zur Untersuchung außerdem der Kieler Tirpitzhafen angelaufen.

Die „Brandenburg“ ist das Typschiff der Fregattenklasse 123. Diese vier Schiffe wurden 1992 bis 1996 auf  Werften in Hamburg, Emden und Vegesack gebaut. Gegenwärtig sind diese Schiffe das Rückgrat der deutschen Marine bei den Auslandseinsätzen. Die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ ist derzeit bei der Operation Sophia im Mittelmeer an der Suche nach Schleusern beteiligt. Die Fregatten „Bayern“ und „Schleswig-Holstein“ sind in Wilhelmshaven.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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