18 ° / 16 ° Sprühregen

Navigation:
"Herrad" an Algerien übergeben

Fregatte aus Kiel "Herrad" an Algerien übergeben

Am Liegeplatz 6 der Kieler German Naval Yards wurde am Dienstag die erste von zwei Fregatten an die Marine Algeriens übergeben. Mit einem Zeremoniell wurde das unter dem Projektnamen „Adler“ gebaute Schiff um 13.30 Uhr offiziell in „Herrad“ umbenannt.

Voriger Artikel
Erneut ein Notfall auf der „Color Magic“
Nächster Artikel
So funktioniert die Liebe

Die "Herrad" ist seit Dienstag in algerischer Hand.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Das 121 Meter lange und 16,3 Meter breite Schiff trägt die taktische Rumpfnummer „910“ und soll ab Mai im algerischen Oran stationiert werden. Das Schwesterschiff mit der Rumpfnummer „911“ liegt zur Ausrüstung an der Pier und wird im Herbst an Algerien ausgeliefert. Die Schiffe sind mit einer Vielzahl an Waffensystemen zur Bekämpfung von Zielen an Land in der Luft sowie über und unter Wasser ausgerüstet. Darunter auch neue Marschflugkörper des schwedisch-deutschen Typs RBS15 Mark3 und die derzeit modernsten Marinehubschrauber Super Lynx von dem Hersteller AgustaWestland.  

Den Auftrag hatte die algerische Regierung 2012 an den deutschen Konzern ThyssenKrupp Marine Systems vergeben. 2013 wurden im Baudock 7 bei TKMS die Arbeiten aufgenommen. Den Rumpf baute die German Naval Yards aus Kiel im Unterauftrag von TKMS. German Naval Yards Kiel ist ein Tochterunternehmen der Rendsburger Nobiskrug-Gruppe. Im August vorigen Jahres lieferte German Naval Yards die „Adler“ an TKMS ab. Danach begannen die Probefahrten. 

130 Soldaten sind umgezogen

Sie hat einen Antrieb mit einem Mix aus Propellern und einem Wasserjet-Antrieb für hohe Geschwindigkeiten. Das äußerst wendige Schiff bietet Platz für eine Besatzung von rund 130 Soldaten. Sie wohnten bis am Dienstag auf dem in Kiel stationierten Flusskreuzfahrtschiff  „Schwentine“.

Die „Herrad“ ist das erste für Algerien in Deutschland gebaute Kriegschiff. Die Genehmigung zum Export hatte das Bundeswirtschaftsministerium erst vor wenigen Tagen erteilt. Da die Schiffe zur strategischen Sicherung der Gewässer des Maghreb-Landes genutzt werden sollen und Algerien ein Mitglied der Nato-Programms im Mittelmeer-Dialog ist, gab es gegen den Export keine Einwände. Waffenlieferungen für die Landstreitkräfte Algeriens sind aufgrund der Menschenrechtslage in dem Land stärker umstritten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3