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Katzheide ist wieder ein bisschen offen

Freibad in Kiel-Gaarden Katzheide ist wieder ein bisschen offen

Das Wetter war am Montag so ähnlich wie die Stimmung der meisten Leute, die sich zur Saisoneröffnung im Sommerbad Katzheide Badehose und Bikini überstreiften: durchwachsen – mit der Tendenz zum Positiven. Auch wenn allseits bedauert wurde, dass Plansch- und Schwimmerbecken gesperrt bleiben, überwog die Freude darüber, dass überhaupt etwas geht in dem Freibad, das eigentlich schon vor dem Aus gestanden hatte.

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Diese jungen Damen freuen sich, dass Katzheide wieder offen ist.

Quelle: Martin Geist

Kiel.  „Besser als gar nichts“, meint Karim Brek, der mit seinen kleinen Söhnen zu den ersten Gästen der Saison gehörte. Die Jungs sind mit dem Nichtschwimmerbecken völlig zufrieden und außerdem ganz schön glücklich darüber, dass sie auf der Wiese jede Menge Platz zum Fußballspielen haben. Gleichwohl findet Brek, der seit mehr als 20 Jahren immer wieder in das Freibad kommt, die Situation „irgendwie blöd“. Kiel ohne ein vollwertiges Katzheide, für eine Landeshauptstadt ist das aus seiner Sicht ein ziemliches Ding.

Die Mädels, die an diesem ersten Nachmittag bei 21 Grad Lufttemperatur im noch einmal zwei Grad wärmeren Wasser planschen, sind weniger kritisch. „Cool“, freut sich die zehnjährige Maja, dass das Bad wieder offen ist. Und fügt hinzu, dass sie „ganz schön traurig“ gewesen wäre, hätte die Stadt an ihren Schließungsplänen festgehalten. Das Schwimmerbecken wird von dieser Zielgruppe offenbar nicht vermisst. „Es macht auch so Spaß“, grinst die gleichaltrige Katharina. Und ganz besonders grinst Anastasia. Kein Wunder, denn schließlich ist es sehr in Ordnung, wenn ausgerechnet am eigenen elften Geburtstag das Schwimmbad wieder öffnet.

 Schwimmmeister Lüpke Reemts versichert, dass solche Reaktionen überwiegen. Auch wenn bedauert werde, dass nicht alles so ist wie immer, stehe die Freude über das Freizeitangebot im Vordergrund. „Wir haben getan, was möglich war“, fügt er hinzu und bittet um Verständnis, dass mehr eben nicht geht. Gelungen ist es, im Nichtschwimmerbecken den tiefsten Bereich für Schwimmer abzugrenzen. Zwar handelt es sich nur um etwa zehn mal 30 Meter, und 1,25 Meter unter der Wasseroberfläche ist schon der Boden erreicht, doch wie gesagt: besser als gar nichts.

 Aufwendig abgesichert ist derweil das Schwimmerbecken. Weil erst abgewartet wurde, ob die mit einfachen Mitteln vorgenommene Abdichtung des kleinen Beckens funktionieren würde, reichte es aus Sicht der Rathausverantwortlichen zeitlich nicht mehr, den Schwimmerbereich fit für diese Saison zu machen. Hinzu kommen in Teilen des Beckens Probleme mit Schimmelbefall.

 Gesichert ist das tiefe Becken nun doppelt: Mit einem Zaun und durch Befüllung mit Leitungswasser. So soll verhindert werden, dass ungebetene Gäste nächtens ins Becken springen und sich böse Verletzungen zuziehen.

 Ebenfalls ein Zaun trennt die Kleinsten vom sonst so beliebten Planschbecken. Eine Freigabe war nicht möglich, weil Hygiene und Wasserversorgung mit dem nicht nutzbaren großen Becken verbunden sind.

 Sommerbad Katzheide

 Geöffnet montags und mittwochs von 6 bis 18 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 20 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Wegen des eingeschränkten Angebots wurde der Eintritt auf 90 Cent für Kinder und Jugendliche sowie 1,65 Euro für Erwachsene halbiert.

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