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Demonstranten blockierten Parkplatz

Frei.Wild-Konzert Demonstranten blockierten Parkplatz

Ein Konzert, zwei Demonstrationen: Im Umfeld der Sparkassen-Arena in Kiel sind am Sonnabend rund 150 Demonstranten auf die Straßen gegangen. Der Protest der Organisationen richtete sich gegen die Titel und Texte der Band Frei.Wild. Einer hilflosen Person musste geholfen werden.

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Vor dem Frei.Wild-Konzert: Am Exerzierzierplatz haben sich am Abend 150 Demonstranten versammelt.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Etwa 150 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonnabend gegen 18.30 Uhr gegen ein Konzert der umstrittenen Deutschrock-Band Frei.Wild („Opposition“) in Kiel demonstriert. Die Beamten mussten mehrfach provozierende Gesten durch beide Seiten unterbinden. Zu Rangeleien kam es aber nicht. Ein Mitglied des Demonstrationszuges brach mit einer Erkrankung zusammen und musste von Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die ordnungsgemäß angemeldete Demonstration dauerte etwa zwei Stunden und zog zwei Mal um den Exerzierplatz. Unter dem Motto "Keinen Parkplatz für Nationalismus" wollten die Teilnehmer eines Bündnisses mehrerer Organisationen und Parteien die Anreise der Konzertbesucher verhindern. Der Demonstrationszug wurde von 50 Polizisten begleitet.

Hier sehen Sie Bilder vom Frei.Wild-Konzert in der Sparkassen-Arena in Kiel.

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"Der Verlauf der Veranstaltung war friedlich. Es gab zwar ein paar Provokationen, die aber von der Polizei unterbunden wurden", sagte Kay Kramm, Einsatzleiter und Revierleiter vom 2. Revier. Es kam zu Behinderungen im Anreiseverkehr. Die KVG musste den Busverkehr zeitweise umleiten, da die Haltestelle am Exerzierplatz nicht angefahren werden konnte.

Der Protest der Organisationen richtete sich gegen die Titel und Texte der Band Frei.Wild, die nach Aussage der Demonstranten zu stark völkisch-nationalistische Inhalte haben.

Kleinere Demo am Mittag

Mit einer Kundgebung demonstrierten am Sonnabendmittag Mitglieder des Runden Tisches gegen Faschismus und Rassismus auf dem Europaplatz / Holstenstraße in Kiel gegen ein Konzert der Band Frei.Wild. Die Teilnehmer verteilten Flugblätter und hängten Banner auf. "Damit wollen wir ein Zeichen gegen den Auftritt der Band in der Sparkassen Arena setzen", sagte Stefan Rudau, Ratsherr der Fraktion "Die Linke". An der Kundgebung beteiligten sich etwa 20 bis 30 Teilnehmer. Auch hier zeigte die Polizei Präsenz. Es gab keinerlei Zwischenfälle.

Frei.Wild sprach sich gegen Fremdenhass aus

Im Sommer sprach sich die Deutschrock-Band auf ihrer Internetseite gegen Fremdenhass aus. Ihr war immer wieder vorgeworfen worden, deutschtümelnde und gewaltverherrlichende Texte zu verbreiten.

Die Gruppe war am Donnerstag mit dem Musikpreis Echo in der Sparte Rock Alternative National ausgezeichnet worden. 2013 waren die Südtiroler beim Echo noch von der Nominierungsliste gestrichen worden, nachdem andere Gruppen wie Kraftklub mit einem Boykott gedroht hatten.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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