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Ein Licht für Frieden und Gastfreundschaft

Friedenslicht aus Bethlehem Ein Licht für Frieden und Gastfreundschaft

Bis auf den letzten Platz war am Sonntag die Kieler St. Nikolai Kirche gefüllt, über 500 Pfadfinder aus 17 Stämmen des Landes waren gekommen, um das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem in ihre Gemeinde zu tragen. Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Hoffnung schenken – Frieden finden“.

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Joe Harberts entzündete das Licht bei Inga Drenckhahn, es wandert mit ihm nach Husum.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. „Seit über 20 Jahren fahren wir nach Wien, um am Sonnabend vor dem dritten Advent das Licht mit über 15 internationalen Pfadfinder-Delegationen zu empfangen“, erklärte Thorsten Zenk, Friedenslichtbeauftragter Schleswig-Holsteins. Während des Friedenslichtgottesdienstes in der St. Nikolai Kirche wird es dann an die Pfadfinder aus Schleswig-Holstein übergeben. Damit die Flamme nicht erlischt, hat jeder eine sichere Laterne dabei.

 Friedl von Ahlften aus Gettorf hat eine Kerzenlaterne, die auch noch den Sicherheitsstandards der Bahn entspricht, auf dem Sperrmüll entdeckt und freut sich über den sicheren Transport des Lichtes nach Gettorf und Schinkel. „Für mich ist das gerade in dieser Zeit ein großes Friedenssymbol, das weitergetragen werden muss“, betont der 25-jährige Student. Mit Lars Mahrmens, beide gehören zum Stamm St. Jürgen, rechnet er hoch, dass bei rund 220000 deutschen Pfadfindern, über 500 Aussendungsfeiern in Kirchen, Rathäusern und sozialen Einrichtungen bundesweit bestimmt mindestens zehn Millionen Friedenslichter übergeben werden. Das gibt den beiden ein gutes Gefühl, denn „es herrscht so viel Krieg auf dieser Welt, da muss sich jeder für den Frieden einsetzen“, meint der 19-jährige Auszubildende. Ganz ohne Bedenken besucht Mahrmens nach den Terroranschlägen große Versammlungen aber trotzdem nicht.

 Die Pfadfinder möchten mit dem Friedenslicht ein klares Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht setzen. Denn die Erziehung zum Frieden gehört zu den pädagogischen Aufträgen der Bewegung. „Das fängt schon bei einem selber und vor der eigenen Haustür an. Man sollte sich fragen, wem man helfen kann“, sagt Claudius Clüver vom Landesverband christlicher Pfadfinder Schleswig-Holstein. Mit dem Friedenslicht könnte man zwar nicht die großen Probleme der Welt lösen, aber mit kleinen Schritten beginnen dazu beitragen. „Wenn zwei Menschen aufeinander zugehen können, können das doch alle anderen auch“, ist er sich sicher.

 Während des Gottesdienstes sprach Pastor Christian Ehrens auch über die vielen Begegnungen unterschiedlicher Nationen auf den Zeltlagern und Treffen der Pfadfinder. „Wenn es möglich ist, miteinander zu zelten, dann muss es doch auch möglich sein, nebeneinander leben zu können“, betonte er. Das Licht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem steht für Leben. „Es gibt zwar noch keinen Frieden, wenn wir das Licht entzünden, aber das Licht gibt Hoffnung auf Veränderung“, sagte er.

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