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Gaschke gewinnt SPD-Entscheid

OB-Kandidatenkür Gaschke gewinnt SPD-Entscheid

Die Spannung war in der SPD riesengroß und so knapp fiel die Entscheidung dann auch aus: Susanne Gaschke soll nach dem Willen der SPD neue Oberbürgermeisterin von Kiel werden. Allerdings konnte sich die Journalistin erst im zweiten Wahldurchgang durchsetzen. 

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Erste Glückwünsche für Susanne Gaschke gab es kurz nach der Wahl von Ministerpräsident Torsten Albig und dem SPD-Kreisvorsitzenden Rolf Fischer.

Quelle: pae

Kiel. Die Kieler SPD zieht mit der „Zeit“-Redakteurin Susanne Gaschke in den Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung im Haus des Sports fiel nach spannungsgeladenen zweieinhalb Stunden denkbar knapp aus: Die 45-Jährige setzte sich erst im zweiten Wahlgang mit 145 zu 143 Stimmen bei fünf Enthaltungen gegen die Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler (51) durch.

Susanne Gaschke

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Die beiden Kandidaten, der parteilose Marine-Offizier Jan Christian Kaack (49) und Thomas Engel (54), Leitender Beamter im Bildungsministerium, hatten ihre Bewerbungen nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen, in dem sie deutlich weniger Stimmen als die beiden Frauen erhalten hatten. Es sei ein sehr knappes Ergebnis, appellierte Gaschke nach ihrem Sieg, geschlossen und gemeinsam in den Wahlkampf zu ziehen. Die Journalistin hatte in einer persönlichen Rede als langjähriges Parteimitglied  zuvor für ihre Positionen und sich geworben: „Ich bewerbe mich um ein öffentliches Amt. Ich will Kieler Oberbürgermeisterin werden in meiner Heimatstadt.“  

Unterstützung kam auch von der unterlegenen Juristin Manuela Söller-Winkler:  Sie könne das Ergebnis nach einem spannenden Wettkampf gut akzeptieren. Es gebe keine Spaltungstendenzen. Schon vor den 15minütigen Vorstellungen der jeweiligen Kandidaten hatte auch Kreisvorsitzender Rolf Fischer die Parteimitglieder auf Geschlossenheit eingeschworen, gleich wer gewinne: Denn „die Oberbürgermeister-Wahl ist für uns kein Selbstgänger. Wir dürfen nicht den Gegner unterschätzen“, spielte er auf die bittere Wahlniederlage 2003 an, als die CDU mit Angelika Volquartz Kiels erste Frau an der Verwaltungsspitze stellte. Gaschke trifft bei der OB-Direktwahl am 28. Oktober auf den früheren Stadtrat Gert Meyer als Herausforderer der CDU sowie auf Andreas Tietze, Landtagsfraktionsvize der Grünen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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