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Kiel und MVV einigen sich

Bau von Gasmotoren-Heizkraftwerk Kiel und MVV einigen sich

Das Tauziehen um das neue Kieler Gasmotoren-Heizkraftwerk ist entschieden. Auf einer Pressekonferenz im Rathaus wurde am Freitagmorgen bekannt gegeben, dass die Landeshauptstadt Kiel und das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie das 290 Millionen Euro schwere Projekt nun doch gemeinsam anpacken wollen.

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Hatten noch etwas zu besprechen: MVV-Chef Georg Müller (Mitte), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (links) und Stadtwerkechef Frank Meier.

Quelle: eis

Kiel. Wie Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und der Vorstandsvorsitzende von MVV Energie, Georg Müller, betonten, haben sich die beiden Partner in ihren monatelangen Verhandlungen darauf verständigt, das Projekt für ein neues Gasmotoren-Kraftwerk nun „konsequent und planmäßig weiter voranzutreiben“. Kämpfer sprach von erfreulichen Nachricht und einem Durchbruch nach „sehr schwierigen Monaten“: Man setze die Partnerschaft wie bisher fort, bekenne sich gemeinsam zum Neubau des Gaskraftwerks, das bis zum Baubeginn 2016 nach der Anteilsgröße mitfinanziert werde. Die Stadtwerke als Bauherr des Kraftwerks gehören zu 49 Prozent der Stadt Kiel und zu 51 Prozent MVV.

Grundlage der Einigung zwischen der Stadt und dem Mannheimer Energieunternehmen sind insbesondere die deutlich gestiegenen Aussichten auf unverzichtbare Verbesserungen der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen des neuen Kraftwerks, vor allem bessere Förderperspektiven für Kraft-Wärme-Koppelung.

Dafür hatten sich Oberbürgermeister Kämpfer und Ministerpräsident Torsten Albig noch vor wenigen Wochen beim Bundeswirtschaftsminister eingesetzt. Die Landeshauptstadt ist zuversichtlich, dass die Weichen in Berlin jetzt richtig gestellt werden. „Die Energiewende beschleunigt sich. Dann passt ein Gasmotoren-Kraftwerk auch in unser Portefolio. Das war vor einem Jahr nicht der Fall“, begründete Müller die Kehrtwende. Der Mannheimer Konzern hatte am 2. Mai 2014 den für Kiel völlig überraschenden Ausstieg aus der Finanzierung des Projekts genau damit begründet, dass der Neubau mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit nicht in sein Portefolio passe.

Der Rückzug löste quer durch die Parteien Empörung und Zweifel an der Verlässlichkeit von MVV aus. 

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Streit ums neue Kraftwerk
Foto: Ulf Kämpfer sagt, er hoffe, dass nun eine Lösung gefunden und bald wieder ein Gespräch auf Chefebene geführt werden könne.

Im Vorfeld der Ratsversammlung am Donnerstag sind sich MVV Energie AG und Landeshauptstadt offenbar näher gekommen. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) sprach nach dem Telefonat mit MVV-Chef Georg Müller, das beide am Montag geführt hatten, von einem „guten Gespräch“.

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