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Unis warten gespannt auf neue Richtlinien

Geld für Spitzenforschung Unis warten gespannt auf neue Richtlinien

Mit Spannung erwartet auch die Kieler Universität die Kriterien, nach denen Bund (75 Prozent) und Länder (25 Prozent) Spitzenforschung weiter mit einem dritten millionenschweren Programm fördern werden. Am Freitag legt die Wissenschaftskonferenz die neuen Richtlinien offen.

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Zusammen mit Prof. Stefan Schreiber, Cluster-Sprecher Entzündungsforschung (rechts), warben die Universitätspräsidenten Prof. Lutz Kipp (Kiel, links) und Prof. Hendrik Lehnert (Lübeck) beim Parlamentarischen Abend für neue Fördermodelle der Spitzenforschung.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Bei Universität und Landeswissenschaftsministerin Kristin Alheit überwiegt der Optimismus, nachdem die Gutachter der sogenannten Imboden-Kommission bereits im Januar Vorschläge gemacht haben, die in Schleswig-Holstein große Zustimmung fanden. Alheit setzt sich zudem dafür ein, dass auch Fachhochschulen Förderung für exzellente Forschung erhalten.

Insgesamt 4,7 Milliarden Euro

Unter den Begriffen Imboden-Kommission und Exzellenzinitiative können sich außerhalb der akademischen Welt nur wenige etwas vorstellen. Dabei verbirgt sich hinter dem 2006 gestarteten Förderprogramm mit insgesamt 4,7 Milliarden Euro eine Erfolgsgeschichte. Allein auf die Kieler Universität entfielen für ihre Teilnahme an Forschungsverbünden (Cluster) in der Meeresforschung und Entzündungsforschung sowie eine Graduiertenschule für den wissenschaftlichen Nachwuchs über die Jahre insgesamt 160 Millionen Euro. Es entstanden etwa 1000 neue Stellen. Umso selbstbewusster ist Uni-Präsident Prof. Lutz Kipp, zumal er sich von der neuen Vereinbarung, die statt drei nur noch zwei Förderlinien vorsieht, einen fairen Wettbewerb verspricht. Die Kieler Universität geht mit vier Anträgen ins Rennen: in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Kultur im Wandel, Meereswissenschaften, Lebenswissenschaften und Nanowissenschaften.

Bundesprogramm "Innovative Hochschule"

Die Experten schlagen neben der Cluster-Förderung vor, den zehn besten Universitäten jeweils 15 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung zu stellen. „Insbesondere die Entscheidung für die Exzellenzcluster ist für Schleswig-Holsteins Hochschulen eine große Chance“, sagt Alheit. Auch dass es offenbar eine zweijährige Übergangsfrist im Anschluss an die Förderphase bis Ende 2017 geben soll, entspricht ihrem Kurs: Mit Nachdruck unterstützt sie jetzt die Fachhochschulen, mehr Geld für ihre exzellente Forschung zu erhalten: Sie sollten sich im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Hochschulen“ bewerben.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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