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Jugendliche aus Fernost zu Gast

Gelehrtenschule Jugendliche aus Fernost zu Gast

„Die Luft ist so sauber und gesund, und die Landschaft ist schön“, schildert Dai Jiaxuan ihren ersten Eindruck von Kiel. Nach einer mehr als 20-stündigen Reise erreichte sie mit 17 Mitschülern und drei Lehrkräften aus der ostchinesischen Millionenmetropole Hangzhou am Montag die Landeshauptstadt.

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Eine chinesische Schülergruppe ist zu Besuch: Vorne steht Koordinator Uwe Trautsch von der Gelehrtenschule mit der chinesischen Lehrerin Janling Guo.

Quelle: Fatima Krumm

Kiel. Eine Woche wohnen die Schüler in Gastfamilien und lernen Kiel kennen, bevor es für eine weitere Woche auf große Deutschlandtour geht. „Das ist der erste Austausch, der auf Gegenseitigkeit beruht“, erzählt Uwe Trautsch, Koordinator des Schüleraustausches an der Kieler Gelehrtenschule. Seit 2013 pflegt die Schule Kontakt nach Fernost, begabte Schüler nehmen am Chinesischunterricht teil. Der stellvertretende Schulleiter Steffen Jeschke freut sich sehr über die Gäste. „Ich hoffe, dass es ein interessanter kultureller Austausch wird, der auch Fremdheiten abbaut. Mehr kann man sich gar nicht wünschen.“ Schüler der Ricarda-Huch-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule nehmen ebenfalls teil.

 Nach einem Begrüßungsabend aller Eltern, Schüler und Lehrer am Montag ging es für die Schüler am Dienstag mit einer Führung durch Schule und Stadt weiter. Am heutigen Mittwoch nehmen die Schüler am Unterricht in der Gelehrtenschule teil. „Sport oder Englisch können die Schüler auch richtig mitmachen“, sagt Trautsch. In den Familien sprechen die Schüler Englisch, für den offiziellen Teil ist eine Dolmetscherin dabei. Am Donnerstag soll es nach Hamburg gehen.

 Erste Unterschiede stellten Lara Beuke und ihre Austauschschülerin beim Frühstück fest: „Sie isst normalerweise Reis, bei uns gab es Toast“, sagt die 15-jährige Kieler Schülerin. Viel über die Kultur zu erfahren und die Gastschüler besser kennenzulernen, erhofft sie sich. Deutsche Kultur möchte Konrad Schilling seinem Austauschschüler mit einem Familienfest vermitteln. Trotz holpriger Englischkenntnisse lief die Kommunikation am ersten Tag schon gut. Der 16-jährige Liang Zihao fühlt sich sofort willkommen: „Wir haben gemeinsam mit den Eltern gegessen, ich bin sehr entspannt.“ Englischlehrer Chen Anyou ist bei seinem ersten Deutschlandbesuch ebenfalls angetan von den Kielern. „Die Schüler sind wunderbar, sie sind nicht so zurückhaltend.“

 Im September werden die deutschen Jugendlichen ihren Gegenbesuch antreten, Uwe Trautsch wird sie begleiten. „Nicht nur Herr Albig und Frau Merkel besuchen China, die jungen Leute sind die Zukunft. Vielleicht entstehen hierbei sogar Freundschaften fürs Leben.“

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