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Ausfall der Fernwärme möglich

Stadtwerke Kiel Ausfall der Fernwärme möglich

Am Sonntagnachmittag hat das Gemeinschaftskraftwerk Kiel plötzlich keine Heizwärme mehr produziert. Zwar konnten die anderen Heizwerke die Versorgung von 70000 Kieler Haushalten übernehmen. Dennoch kann es vorübergehend in den Wohnungen kühler werden, hieß es bei den Stadtwerken Kiel.

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Aktuell ausgefallen: Das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) am Ostufer der Förde.

Quelle: Thomas Dittner

Kiel. Normalerweise sorgt das große Gemeinschaftskraftwerk auf dem Ostufer der Förde dafür, dass es in 70000 Haushalten und Gewerbeeinheiten in der Stadt warm ist. „Warum der Druck in dem Heizwassernetz plötzlich so rapide abgefallen ist, dass die Produktion im Gemeinschaftskraftwerk unterbrochen wurde, wissen wir noch nicht“, sagte Sönke Schuster, Pressesprecher der Stadtwerke. Die Techniker hätten aber sofort dafür gesorgt, dass die Versorgung mit Fernwärme von dem Heizkraftwerk in der Humboldtstraße und dem Heizwerk in Mettenhof übernommen wurde. „Wir haben zwar noch keine Beschwerden von Kunden. Dennoch weisen wir daraufhin, dass es in Teilen der Stadt nicht die gewohnte Heizleistung gegeben haben kann oder sie auch noch in den nächsten Stunden vermindert sein könnte“, erklärte Schuster.

Der Grund dafür sei, dass sich durch die kurze Unterbrechung ein Kältepuffer im Heißwassernetz gebildet habe, der nun von dem heißen Wasser aus den anderen Heizwerken vor sich hergeschoben werde. „Dann wird es erst einmal kälter in den Wohnungen. Das ist aber nur vorübergehend. Das heiße Wasser folgt darauf, ist also schon im Anmarsch. Die Heizleistung wird sich zügig wieder normalisieren“, sagte Schuster weiter. Man habe dennoch über die Möglichkeit, dass die Heizkraft nachlässt, informieren wollen, damit sich die Kunden keine Sorgen machen. Wo genau es zu Ausfällen kommen könne, ist ebenfalls unklar, da das Kraftwerk den gesamten Versorgungsbereich der Stadtwerke mit Fernwärme beliefert.

Dass das Gemeinschaftskraftwerk ausfalle, sei eine absolute Ausnahmesituation. Das letzte Mal, an das er sich erinnern könne, sei ein Turbinenausfall im Jahr 2011 gewesen. Die Techniker würden nach dem aktuellen Fehler suchen und versuchen, ihn so schnell wie möglich zu beheben.

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Foto: Das zwei Meter hohe Fundament dürfte einzigartig in Kiel sein. Frieder Lutz hat den Untergrund für den Wärmespeicher geplant und den Bau beaufsichtigt.

Der Bau geht voran: Auf dem Gelände neben dem Gemeinschaftskraftwerk wurde jetzt das zwei Meter starke Fundament mit einem Durchmesser von 31 Metern für den Wärmespeicher der Stadtwerke gegossen. Drei Betonwerke in Kiel und im Umland hatten dafür ihre Produktion hochgefahren.

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