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Berufemesse bietet Orientierung

Gemeinschaftsschule Berufemesse bietet Orientierung

Damit Schüler den richtigen Weg in die Arbeitswelt einschlagen, hilft die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule seit elf Jahren mit einer schuleigenen Berufsorientierungsmesse (BOM). Am Sonnabend präsentierten sich 80 Betriebe und beratende Organisationen Schülern ab der 7. Klasse und deren Eltern.

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Ben Richter absolviert gerade sein zweites Lehrjahr als angehender Hotelfachmann im Hotel Birke und berichtete (von links) Svenja, Marie und Ayleen von seinen Erfahrungen.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Vor allem der „Sucht nach dem Abitur“ möchte BOM-Koordinatorin und Lehrerin Margret Gebel die zahlreichen Möglichkeiten des dualen Ausbildungssystems entgegensetzen. „Sie haben dadurch so viele Chancen, aber viele quälen sich lieber als mittelmäßige Schüler durch zwei weitere Schuljahre zum Abitur und stehen dann frustriert vor dem Arbeitgeber“, bedauert sie.

Das sieht auch Petra Eylander, Chefin der Agentur für Arbeit, so. Sie warb während der Messe für eine der vielen Ausbildungen im dualen System. „Es gibt über 330 Ausbildungsberufe im dualen System, davon in der Region Kiel über 130“, berichtet sie. Trotz dieser Vielfalt würden seit Jahrzehnten immer noch die Ausbildungen zum Kfz-Mechatroniker, Tischler, Industriekaufmann, Verkäufer, Koch oder Kindergärtner zu den begehrtesten gehören. Sie bestärkt Schüler und Eltern deshalb darin, neben der Messe auch die Möglichkeiten in der Agentur für Arbeit zu nutzen und Gespräche mit Berufsberatern zu führen.

Immer mehr Betriebe

Vor elf Jahren startete die Messe als Informationsveranstaltung, bei der Eltern den Schülern von ihren Berufen erzählten. Von Jahr zu Jahr kamen immer mehr Betriebe hinzu.

Heute ist die Messe eine Pflichtveranstaltung für die Schüler, auf die sie sich im Unterricht vorbereitet haben, um sich an den unterschiedlichen Ständen über diverse Berufe zu erkundigen, einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen oder sich gar schon für ein Praktikum oder eine Ausbildung zu bewerben. Aber auch ihre Eltern sollen verstärt dabei sein, „um sie auf dem Weg in den Beruf besser motivieren zu können“, so Gebel. Deshalb soll es künftig Projekte für Eltern geben, in denen sie lernen können, ihre Kinder bei Bewerbungen zu unterstützen und erfahren, welche Berufsmöglichkeiten eine Firma zu bieten hat.

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