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Kiel-Hassee: Schaurige Zeiten im Geisterkeller

Mit Galerie Kiel-Hassee: Schaurige Zeiten im Geisterkeller

Ein ehemaliger Schüler der Gemeinschaftsschule Hassee hatte die Idee für den Geisterkeller. Als Hommage an das „Grusellabyrinth“ geht sie bald an den Start.

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Als Bösewicht jagt der „Graf“ gruselwilligen Besuchern im düsteren Geisterkeller der Gemeinschaftsschule Hassee einen gehörigen Schrecken ein.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der „Geisterkeller“ der Gemeinschaftsschule Hassee entstand Ende November 2016 als Projekt der Klasse 13b zur Feier des 25. Geburtstages der Schule. Jonas Lietzow (20), ein ehemaliger Schüler, der die Schule nach der zwölften Klasse verlassen hat, hatte die Idee dazu. Als Inspiration diente ihm das frühere „Grusellabyrinth“, wo er eine Weile gearbeitet hat. Die Gruselattraktion ließ bis zum 31. März 2014 die Besucher im alten Güterbahnhof erschaudern, bevor sie endgültig nach Bottrop in Nordrhein-Westfalen weiterzog. Den „Geisterkeller“ sieht Lietzow zwar als „Hommage“ an seine frühere Arbeitsstätte, in seiner eigenen 60-minütigen Show „Das Geheimnis der Vergangenheit“ erzählt er jedoch eine eigene, frei erfundene Geschichte.

Das sind die Bilder aus dem Geisterkeller der Gemeinschaftsschule in Kiel-Hassee.

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Und die geht so: Vor über 25 Jahren starben die Hotelierstochter Sally und deren Vater unter mysteriösen Umständen. Es heißt, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lag. Durch den Abriss des Hotels ging man davon aus, der Fluch sei gebrochen, doch das erwies sich als Irrtum. Als auf dem Gelände die Gemeinschaftsschule Hassee erbaut wurde, ging das Sterben durch einen seltsamen dunklen Schatten weiter. Um diesem Fluch auf den Grund zu gehen, schickt nun ein verrückter Uhrmacher die Besucher in den düsteren Schulkeller, wo sie in drei Labyrinthen und 13 Showabschnitten mit kniffligen Aufgaben und vor allem mit diversen gruseligen Gestalten konfrontiert werden, die es zu bezwingen gilt.

Ein Jahr Planung und Umsetzung

Ein Jahr lang hat Lietzow an seiner eigenen Gruselshow von der Planung bis zum Bauende getüftelt und gebastelt. Mit von der Partie waren nicht nur seine alte Klasse mitsamt Klassenlehrer Ulrich Pohlmann, sondern auch seine ganze Familie inklusive Großeltern, Nachbarn, Freundin Nicola und einiger Kollegen aus dem Grusellabyrinth, die die Schauspieltruppe hin und wieder verstärken.

Was für Lietzow bislang „nur ein Hobby“ war, ist nun ein durchaus vorzeigbares „Langzeitprojekt“ geworden. Das sei „wirklich schön für die Schule“, betont Ulrich Pohlmann, der wie seine Schüler und Lietzow selbst auch als Schauspieler in der Show mitwirkt. „Einige Lehrer dachten erst, dass das nicht so professionell wird und auch nur eine Woche lang läuft“, erzählt der Initiator. Er selbst habe allerdings von Anfang an damit geliebäugelt, das Projekt längerfristig anzulegen. Teilweise hat der Auszubildende zum Mediengestalter auch eigenes Geld investiert: „Mittlerweile ist auch ein Ausbau des Gruselkellers mit Nebenattraktionen in Planung. Ich setze alles daran, dass es in den nächsten paar Jahren weitergeht.“ Die Schule fördert das Projekt, das sie „auch ein bisschen besonders“ macht, Unterstützung von Seiten der Stadt hat Lietzow ebenfalls beantragt. In Zukunft soll der nächste Abiturjahrgang das Schauspielensemble verstärken, der sich damit auch ein wenig Geld für die Abikasse verdienen könnte.

Nächster Termin

Der nächste Termin für einen Besuch im Gruselkeller ist der 18. Februar von 11 bis 13 Uhr. Ab März ist Gruseln dann wieder regelmäßig möglich. Tickets kosten sechs Euro pro Person. Genaueres demnächst unter www.geisterkeller.de

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Ein Artikel von
Isabelle Breitbach
Volontärin

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Flohmarkt im Kieler Grusellabyrinth
Foto: Wer zaubern oder hexen will, braucht jedoch zwingend einen passenden Hut. Den finden (von links) Claudia Fink, Sarah Dummann und Kristin Hansen am Stand von Grusellabyrinth-Geschäftsführerin Ina Schliemann.

Gespenster, Hexenhüte, Zauberkessel und Totenköpfe: Absolut schaurig ist das, was sich im Grusellabyrinth am Tonberg alles an Deko und Requisiten findet. Weil beim geplanten Umzug des Familienunternehmens nach Nordrhein-Westfalen nicht alles an Ausstattung mitgenommen werden kann, veranstalteten die Betreiber am Sonntag den ersten von zwei großen, gruseligen Flohmärkten.

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