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Mit der Rikscha auf Vater-Sohn-Tour

Generationenvertrag Mit der Rikscha auf Vater-Sohn-Tour

Claus Christian Plaass hat seine ganz eigene Vorstellung vom Generationenvertrag. Bestandteil ist eine Rikscha, die er in 20 Stunden Arbeit selbst baute. „Mein Vater hat mir das Fahrradfahren beigebracht, und jetzt kutschiere ich ihn mit dem Rad durch die Gegend“, so der 55-Jährige.

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Konstrukteur Claus Christian Plass testete seine selbstgebaute Rollstuhlrikscha mit Birgit Frank vom "Haus der Hilfe" in Holtenau.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Die Probefahrt samt Passagier hat er mit seiner selbst gebauten Rikscha bereits erfolgreich hinter sich gebracht, nun kann Claus Christian Plaass (55) bald seinen Vater mit einer Generationen-Tour überraschen. Als Kanalsteurer war Plaass 35 Jahre mit dem Rad zur Arbeit gefahren. „Die Zeit vergeht, der Mann wird älter und die Knochen auch“, sagt er und weiß ganz genau, dass sein Vater gerne an der frischen Luft durch die Gegend rollen würde.

Als Plaass sein Rad zur Rikscha umfunktionierte, gehörte auch Glück dazu. Als er einmal in Holtenau beim Arzt war, kam er am „Haus der Hilfe“ vorbei, wo er nach einem ausrangierten Rollstuhl fragte. Bei Mitarbeiterin Birgit Franck erstand er für 20 Euro ein altes Modell, kaufte noch ein wenig Stahl und machte sich an die Arbeit.

„Das Gewicht ist mein Feind“, dachte sich Plaass und warf erstmal Ballast ab. Je weniger er hinter sich herziehen muss, desto besser. Stolz ist er auf die Anhängerkupplung, die er handgelötet und formschlüssig am Rahmen angebracht hat, so dass dieser die Last mitträgt. Und: „Es funktioniert“, freut sich der Tüftler, der im Jahr etwa 7000 Kilometer radelt. Dass seinem Vater das passive Radfahren Spaß macht, hofft er nun: „Er hat es sich verdient, dass ich ihn mal durch Leben ziehe.“

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