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Auf die Schätze, fertig, los!

Geocachingdays Kiel Auf die Schätze, fertig, los!

Die Organisatoren Phillip Lotz und Marc Hansen haben ihr Outfit extra für ihr geplantes Event machen lassen. Nächsten Sommer, vom 11. bis 13. August 2017, wollen sie das erste Geocaching-Event Kiels veranstalten. Mit der Vorstellung eines Trailers machten sie jetzt im Metro-Kino schon mal Werbung dafür.

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Über 100 Fans der digitalen Schatzsuche haben bei der Trailervorführung im Metro-Kino einen ersten Eindruck zu den Geocachingsdays bekommen.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Schon von Weitem leuchten einem die grünen Pullis entgegen. Koordinaten sind darauf zu erkennen – und natürlich das Logo zu den Geocachingdays „vor den Toren Kiels“.

Auch wenn die Geocachingdays erst in einem Jahr starten sollen, haben sie jetzt schon viel Interesse geweckt. Der Kinosaal ist voll besetzt. Über 100 neugierige Geocacher sind zur Vorankündigung gekommen. Mit dabei sind auch Vertreter der Hospizinitiative Kiel. Die Geocachingdays sind nämlich auch ein Benefizprojekt. Die erzielten Überschüsse der Veranstaltung gehen unter dem Motto „Herzenssache“ an diesen Verein. Das Publikum im Saal wartet gespannt auf die Vorführung des Werbetrailers für das Event. Den hatte nicht etwa das Organisationsteam selbst gedreht, sondern die „Community“. Eine Art Flaschenpost, gefüllt mit einem Zettel, haben Geocacher aus ganz Europa auf die Reise geschickt, stets begleitet von der Kamera. Sie geht von Eckernförde über Essen bis nach Saint-Amand-les-Eaux in Frankreich.

Aber was ist das eigentlich genau Geocaching? „Für viele von uns ist es das schönste Hobby der Welt“, sagt Marc Hansen. Beide Organisatoren wissen noch ganz genau, wann sie damit angefangen haben. Bei Hansen war es der 20. April 2004, bei Phillip Lotz der 22. August 2011. „Das ist ein Datum wie der Hochzeitstag“, sagt Phillip Lotz.

Was ist Geocaching und warum Kiel?

Beim Geocaching handelt es sich um eine Art digitale Schatzsuche. Die Schätze, sogenannte Caches, sind wetterfest verpackt und an den verschiedensten Orten versteckt. Deren Koordinaten werden im Internet veröffentlicht, sodass die Geocacher den Ort mithilfe eines GPS-Gerätes, zum Beispiel einem Smartphone, finden können. Der erste Geocache wurde im Jahr 2000 in den USA versteckt. Seither hat sich die Schatzsuche schnell verbreitet, in fast jedem Land der Erde gibt es mittlerweile Verstecke. In den Cache-Behältern befindet sich in der Regel ein Logbuch, in das sich die Finder eintragen können, sowie verschiedene Tauschgegenstände. Das kann von Geocoins, kleinen Marken, über Kugelschreiber bis hin zu Notizbüchern alles sein. Marc Hansens überraschendster Fund, mitten in Kiel, war ein hawaiianisches Surfboardwachs. Die Caches können an allen möglichen Orten versteckt sein, in der Natur hinter Bäumen, an Straßenschildern oder Sehenswürdigkeiten mitten in der Stadt. „Das Schöne beim Geocaching ist, dass man seine eigene Heimat bei der Schatzsuche nochmal ganz neu kennenlernt, denn man schaut sich viel aufmerksamer um“, sagt Ulrich Doormann. Er ist aus Probsteierhagen nach Kiel gekommen, um sich den Trailer für die Geocachingsdays anzuschauen.

 Wie kamen die Organisatoren Marc Hansen und Phillip Lotz eigentlich auf die Idee, das „nördlichste Geocaching Event Deutschlands“ in Kiel zu planen? „Wir waren schon auf vielen Veranstaltungen in Deutschland und im Ausland. Dabei haben wir stets darauf geachtet: Was funktioniert, und was funktioniert nicht? Jetzt haben wir endlich genug Erfahrungen gesammelt, um unsere eigene Veranstaltung zu organisieren“, sagt Phillip Lotz. Für die Werbeveranstaltung hatten die Organisatoren sogar extra eigene Coins herstellen lassen, kleine grüne Marken in Form einer Kinokarte. Wo die wohl bald überall versteckt sind?

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Foto: Wolfgang Rosendahl und Peter Todeskino am neuen GPS Messpunkt an der Rathaustreppe.

Das „Globale Positionsbestimmungssystem“, kurz GPS, ist für Autofahrer und Wanderer bei der Orientierung kaum noch wegzudenken. Ursprünglich wurde das Satellitensystem entwickelt, um in der US-Armee Standorte bestimmen zu können. Heutzutage gehört es zu den Standardfunktionen eines jeden Smartphones.

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