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Neues Haus für Bohrkerne aus aller Welt

Geomar Neues Haus für Bohrkerne aus aller Welt

Die Arbeiten für die Erweiterung des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel laufen auf vollen Touren: Auf dem ehemaligen Vorplatz werden zurzeit die Fundamente für das neue, zentrale Probenlager mit Parkdecks geschaffen.

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Auf dem ehemaligen Geomar-Parkplatz in Wellingdorf entsteht das zentrale Kernlager mit Parkpalette. In dem Neubau werden künftig die gesammelten Proben aus Bohrkernen für die Forschung aufbewahrt.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. Mit Interesse beobachten viele Anlieger hinter dem Zaun die Baustelle. Nachdem der Kampfmittelräumdienst das Gelände an der Straße Am Seefischmarkt untersucht hat, konnte das seit Jahren geplante Bauprojekt starten, das mit einem Volumen von insgesamt etwa 90 Millionen Euro zu den größten seiner Art in der deutschen Forschungslandschaft gehört. Im ersten Abschnitt entsteht neben dem heutigen Geomar-Hauptgebäude ein zentrales Lager für Bohrkernproben mit Parkpalette. „Alles ist im grünen Bereich“, berichtet Geomar-Sprecher Andreas Villwock: Große Überraschungen seien nun nicht mehr zu erwarten. Im Herbst dieses Jahres solle das neue Gebäude fertig sein, erläutert Silke Simon, Geomar-Hauptabteilungsleiterin Technische Dienste und Einkauf. Dann können die Sedimentproben, die zurzeit in Gebäuden des Seefischmarktes liegen, in die neuen Regale umziehen. Die Bohrkernproben wurden im Laufe der Jahre weltweit von Meeresforschern gesammelt und präpariert.

An den benachbarten Häusern 5 und 6 des Seefischmarktes, die für den neuen Komplex an der Wasserkante weichen müssen, wird bereits der Abriss vorbereitet. Sobald die Proben in den Neubau umgezogen sind, werden die alten Gebäude abgebrochen, um dort an der Schwentinemündung Platz für das Leuchtturmprojekt der Meeresforschung zu schaffen.

Die Anlieger sind bereits über die geplanten Arbeiten informiert und die benachbarten Häuser von einem Sachverständigen untersucht worden. Sollte es während der Bauzeit zu Schäden kommen, sind die entsprechenden Belege vorhanden, ob Mängel bereits vor den Bauarbeiten vorhanden waren oder nicht. Etwa ab Mitte Februar werde es zwischen 7 und 18 Uhr ein einseitiges Halteverbot in der Wischhofstraße geben, damit der Baustellenverkehr reibungslos rollen könne, kündigte Silke Simon an.

Im zweiten Abschnitt wird an der Wasserkante das repräsentative Zentrum neben dem heutigen Geomar-Gebäude entstehen: 27 Meter hoch, 128 Meter lang und 63 Meter breit soll es werden. Es hat Platz für etwa 400 Mitarbeiter sowie eine öffentlich zugängliche Bibliothek, Laborbereiche, das Rechenzentrum, Büros und Konferenzräume. Basis des Hauses wird, so die Pläne der Berliner Staab Architekten GmbH, ein Sockel mit unterschiedlich hohen Aufbauten und einer Fassade, die nach überarbeiteter Planung dreieckige Gestaltungselemente erhält, die Segeln gleichen. An dem Gesamtvolumen von knapp 90 Millionen Euro – finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land – wird sich nichts ändern. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Anschließend können Mitarbeiter des Forschungszentrums aus den verschiedenen anderen Kieler Liegenschaften auf das Ostufer ziehen. Das Aquarium und die biologischen Experimentierräume werden voraussichtlich auf dem Westufer bleiben.

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