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Gift in Marzipan: Es ist ein Erpresser

Kieler Schule Gift in Marzipan: Es ist ein Erpresser

Der Fall der mysteriösen Marzipanherzen vor einer Kieler Grundschule weitet sich aus. Nach Informationen von KN-online steht der Vorfall im Zusammenhang mit einem Erpressungsversuch. Betroffen ist ein Kieler Unternehmen.

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Der Fall der mysteriösen Marzipanherzen vor einer Kieler Grundschule weitet sich aus.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Kriminaltechnische Untersuchungen haben ergeben, dass in den gefundenen Süßigkeiten tatsächlich giftige Substanzen steckten. Bildungsministerium und Polizei bitten Schüler und Eltern nun um erhöhte Wachsamkeit. Die Kriminalpolizei und das Landeskriminalamt (LKA) arbeiten „mit Hochdruck“ an der Aufklärung. „Wir nehmen die Angelegenheit sehr ernst“, sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor Joachim Gutt auf Nachfrage. „Es handelt sich offenbar um einen Fall von schwerer Erpressung.“

 Zusätzliche Auskünfte zu dem Unternehmen und dem Inhalt möglicher Erpressungsschreiben wollte die Polizei „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht geben. Weitere Vorfälle in Kiel seien nicht bekannt. Das toxikologische Gutachten schließe zwar schwere gesundheitliche Folgen aus. „Die Einnahme des Marzipans hätte aber zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können“, sagte LKA-Sprecherin Jana Maring. Wie berichtet war in der Nacht zum Dienstag in der Kieler Reventlouschule per Mail eine Warnung vor vergifteten Lebensmitteln eingegangen. Daraufhin fand ein Mitarbeiter im Eingangsbereich Marzipanherzen, in der die giftigen Substanzen waren.

 „Die Schule, das Schulamt und das Ministerium sind in einem ständigen Austausch mit der Polizei, so dass wir schnell reagieren und informieren können“, sagte Dirk Loßack, Staatssekretär im Bildungsministerium. Loßack bittet Eltern und Schulen, den Vorfall zum Anlass zu nehmen, die Schülerinnen und Schüler noch einmal darauf hinzuweisen, grundsätzlich keine gefundenen Lebensmittel aufzusammeln oder zu verzehren. Zurzeit gebe es aus Sicht der Ermittlungsbehörden jedoch keinen Anlass, den Unterricht ausfallen zu lassen.

 Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat in den Morgenstunden des 13. September auffällige Personen im Eingangsbereich der Kieler Reventlouschule beobachtet? Hinweise werden über den Polizeiruf 110 entgegengenommen.

Bürgertelefon der Polizei

Die Polizei hat im Zusammenhang mit den aufgefundenen Marzipanherzen ein Bürgertelefon für Eltern und besorgte Bürgerinnen und Bürger eingerichtet.

Unter der Telefonnummer 0431 - 1606666 erreichen Sie am Freitag bis 19 Uhr und Sonnabend ab 8 Uhr Polizeibeamte, die über die tatsächliche Gefahrenlage informieren können.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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