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Jungen halfen pflegen, Mädchen programmierten

Girls’ und Boys’ Day im Krankenhaus und an der FH Jungen halfen pflegen, Mädchen programmierten

Traditionelle Klischees sollten bei der Berufswahl keine Rollen spielen. Deshalb möchte der bundesweite Girls’ und Boys’ Day Mut machen, sich auch mal typische Berufe des anderen Geschlechts anzuschauen. In Kiel waren am Donnerstag Jungs unter anderem zu Gast im Städtischen Krankenhaus und Mädchen an der Fachhochschule.

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Silke Kröger. Praxisanleiterin in der Kinderkrankenpflege des Städtischen Krankenhauses zeigte den Schülern (von links) Philipp Schreiber, Nico Hinz, Robin Soeth, Jonas Illner und Anton Bischoff, wie man Patienten untersucht.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Zum dritten Mal beteiligte sich das Städtische Krankenhaus am Boys‘ Day: Fünf Jungs im Alter von 13 bis 15 Jahren vom Ernst-Barlach-Gymnasium, der Käthe-Kollwitz-Schule und Max-Planck-Schule bekamen Einblicke in die Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. „In diesem Bereich gibt es wenige Männer, immer mehr werden es im Bereich der Krankenpflege“, so Silke Kröger, Praxisanleiterin der Kinderkrankenpflegeschule. Sie zeigte den Schülern unter anderem, wie man Herzfrequenzen misst. „Denn bei den Jungs liegt der Schwerpunkt mehr auf den Geräten und Computern“, erklärte sie.

 Das sah Jonas Illner etwas anders: „Ich finde das mit den Babys cool“, sagte der 14-Jährige. Er könne sich eine Arbeit im medizinischen Bereich vorstellen, zumal seine Eltern Ärzte sind. Robin Soeth (14) vermutet, dass Männer weniger soziale Berufe ergreifen, sondern eher etwas körperlich Anstrengendes. Doch den Zahn konnte ihm Silke Kröger gleich ziehen: „In der Krankenpflege muss man auch mal Menschen hochhelfen, dazu braucht es manchmal viel Kraft.“

 In der Fachhochschule meldeten sich 56 Schülerinnen für den Girls’ Day an. Genauer gesagt für die Fachrichtungen Informatik und Elektrotechnik, Medien, Agrarwissenschaft und Maschinenwesen. Organisatorin Kim Wacker war mit der Gruppe im Bereich Maschinenwesen unterwegs. „Erst haben wir am Computer einen Klebebandabroller in 3-D konstruiert und dann zugeschaut, wie er aus Aluminium gefertigt wird“, beschrieb die 14-jährige Noa Mackenberg. Werkzeugmacher Holger Rehn erklärte den Mädchen,wie man die CNC-Maschine programmiert und in sieben Minuten ein Abroller für Klebeband entsteht, in dem dann noch der Name eingraviert wurde.

 „Ich kann mir schon vorstellen, später einmal was in diesem Bereich zu studieren“, erklärte Laureena Wawerla (12) von der Hebbelschule. Tessa-Philine Torff (12) von der Gelehrtenschule konnte das für sich ausschließen. Und genau darum geht es an: „Sie sehen bei den Berufen, ob das etwas für sie ist oder nicht. Hauptsache ist, dass sie wissen, was sie machen wollen“, so Kim Wacker.

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