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Neue Ermittlungen zum Tod von Jenny Böken

"Gorch Fock" Neue Ermittlungen zum Tod von Jenny Böken

Der Fall der 2008 über Bord der "Gorch Fock" gegangenen Matrosin Jenny Böken soll neu aufgerollt werden. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der Ex-Kapitän im September vor Gericht aussagen.

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Jenny Bökens Eltern ziehen vor das Verwaltungsgericht. Ihre Tochter starb bei einem Einsatz auf der "Gorch Fock".

Quelle: Frank Behling

Kiel. Jenny Bökens Eltern waren mit einer Klage auf Entschädigung im Oktober 2014 vor dem Verwaltungsgericht Aachen gescheitert und hatten dagegen Rechtsmittel eingelegt. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht Münster eine neue Verhandlung für den 14. September angesetzt. Als Zeugen geladen sind dann erstmals der damalige Kapitän des Segelschulschiffes der Marine, Norbert Schatz (59), und Schiffsarzt Wolfgang Fohr. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts am Freitag.

Bis heute ist es umstritten, ob die junge Matrosin überhaupt nachts eine Wache im Ausguck der "Gorch Fock" hätte übernhemen dürfen. Sie war wenige Tage zuvor krankgeschrieben worden, litt zudem wohl unter Schlafstörungen. Der nächtliche Wachdienst von Offiziersanwärtern auf der Gorch Fock auf dem Posten „Ausguck“ ohne Sicherung sei bei entsprechender Wetterlage zwar lebensgefährlich. Er sei aber nicht mit einer besonderen Lebensgefahr verbunden, hatte das Verwaltungsgericht festgestellt. Die Kieler Staatsanwaltschaft sprach von einem tragischen Unglück. Die Todesumstände sind aber bisher nicht geklärt.

Das Aachener Verwaltungsgericht hatte die Klage der Eltern auf 40.000 Euro Entschädigung nach dem Soldatenversorgungsgesetz im Oktober 2014 zurückgewiesen. Nach diesem Gesetz steht den Eltern eines Soldaten eine Entschädigung zu, wenn dieser bei der Dienstausübung unter besonderer Lebensgefahr stirbt.

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Tod auf der "Gorch Fock"
Foto: Ein Bild, das noch immer betroffen macht: Die Kadettin Jenny Böken an Bord der „Gorch Fock“ auf einem Foto vom 15. August 2009. Nur wenig später, am 3. September, stürzte sie über die Reling und starb.

Das Schicksal von Jenny Böken bewegt noch immer die Gemüter. Sechs Jahre nach dem Tod der „Gorch Fock“-Kadettin will Nico Hofmann, Produzent und Geschäftsführer der Ufa Fiction, das Leben der 18-Jährigen verfilmen.

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