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Der Umbau gibt bei ihnen den Ton an

Groovecenter Kiel Der Umbau gibt bei ihnen den Ton an

Alle packen mit an, denn sie möchten im Frühjahr ihr neues Haus im Eichkamp 11 beziehen: Die 200 Musiker des Vereins Groovecenter Kiel haben dann aber 400 Quadratmeter zur Verfügung, die genutzt werden sollen von der Big Band bis zur orientalischen Musik.

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Sie legen sich nicht nur musikalisch ins Zeug: hinten von links Jannika Zielke, Michaela Thomsen, Oskar Klempt, Brigitte Brammer, Maike Janneck, Annica Gosch und Tim Staufenberger sowie unten von links Sven Bäumer, Kai Schlender, Udo Simon, Benno Klostermann, und Matthias Baasch

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Seit 1978 hat der Verein mit mehr als zehn verschiedenen Musikgruppen aller Richtungen sein Zuhause im Sophienblatt. Das Förde-Blasorchester Kiel gehört zu den Mitgliedern, ebenso ein Blockflötenensemble, die Big Band Förde Music Company, ein Akkordeon- und Trommelorchester und viele andere mehr.

Bis Ende des Jahres muss der Verein aus dem Sophienblatt ausziehen. Im August kauften die Musiker eine ehemalige Fabrik für Kunststoffteile im Eichkamp. Das Haus renovieren sie komplett selber, denn viele Profis und handwerklich Begabte zählen zu den Mitgliedern. „Ein Finanzkonzept musste aufgestellt werden, Baupläne wurden entworfen und umgeworfen, es gab viele Diskussionen“, beschreibt Annica Gosch vom Groovecenter. Nachdem diese Hürden gemeistert wurden, sind sie nun in der heiße Umbauphase. Um das Haus passend für die Bedürfnisse des Vereins herzurichten, mussten beispielsweise Wände entfernt und wieder neu gezogen werden. Eine Lounge und sechs Räume werden saniert, darunter ein 100 und ein 50 Quadratmeter großer Proberaum für Gruppen und kleinere für den Unterricht. Neue Sanitäranlagen entstehen ebenso wie eine Küche, denn der Verein möchte die Räumlichkeiten künftig auch vermieten, um das Haus finanzieren zu können.

Insgesamt investiert der Verein 340000 Euro und hofft, sich mit anderen Musikern und Gruppen vernetzen sowie stadtnahe Proberäume bieten zu können. „Natürlich freuen wir uns aber am meisten über neue Mitglieder, egal welches Alter, Instrument oder Können“, betont der Vorsitzende Martin Klempt. Zehn Euro kostet die Mitgliedschaft im Monat, hinzu kommen die Kosten für den Unterricht, für die sich schon bekannte Saxophonisten wie Philipp Broda oder Jens Tolksdorf angemeldet haben.

Der Abschluss der Umbauarbeiten wird voraussichtlich im Mai 2016 mit einem großen Einweihungskonzert des Vereins gefeiert. Bis dahin heißt es, noch kräftig in die Hände spucken und zupacken. „Die Musik kommt im Moment leider etwas zu kurz, aber wir müssen jede freie Minute in das Haus stecken, um rechtzeitig fertig zu werden“, so Klempt. Aber er blickt mit großer Hoffnung auf das neue Vereinsheim, das keine Nachbarn hat, die sich über zu laute Musik beschweren könnten.

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