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Große Hilfsbereitschaft in der Wik

Hilfe für Flüchtlinge Große Hilfsbereitschaft in der Wik

Einn voller Saal und jede Menge Ideen im Atelierhaus: Die Initiative „Willkommen in der Wik“ bereitet sich darauf vor, die Asylsuchenden in der Gemeinschaftsunterkunft in der Technischen Marineschule (TMS) schnell zu unterstützen. Nun werden vor allem Fahrräder gebraucht und Mitstreiter für Sprachkurse.

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In den Unterrichtsräumen der ehemaligen Technische Marineschule soll bald eine Fahrradwerkstatt eingerichtet werden. Rüdiger Bock von der Initiative „Willkommen in der Wik“ möchte gerne helfen, Räder zu reparieren.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel . Fast schon ein bisschen ungeduldig mutet die Stimmung unter den Ehrenamtlichen bei dem Treffen im Atelierhaus an, so gerne möchten sie helfen. Es haben sich schon größere Gruppen gebildet, die den derzeit mehr als 100 Flüchtlingen (darunter 30 Kinder bis 14 Jahren) Angebote in den Bereichen Sprache, Sport, Begegnung und Kreativität machen möchten. „Grandios! Die Bereitschaft ist vorbildlich, das Miteinander der Initiative toll abgestimmt“, zeigte sich Semra Basoglu, Projektleiterin der Gemeinschaftsunterkunft bei der Diakonie Altholstein, überwältigt. Ihr Team sei gerade sehr eingespannt, denn in der Unterkunft fehlt es noch an vielem. Auch Internet und Telefon gebe es nicht. „An uns werden viele Projekte herangetragen, aber unsere Energie wird momentan an anderer Stelle gebraucht“, sagte Basoglu. Deshalb sei sie sehr dankbar für den ehrenamtlichen Einsatz, zum Beispiel bei der täglichen Essensausgabe.

Momentan sei seitens der Bewohner das Interesse an Sprachkursen sehr groß. Geplant sei, offiziell drei Deutschkurse einzurichten. Eine Lehrkraft solle dabei von drei bis vier ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet werden. „Dann kann das Gelernte gleich angewendet werden oder es gibt Ersatz, wenn eine Lehrkraft mal ausfällt“, beschrieb sie. Zudem seien Sprachkurse eine Plattform, auf der Kontakte entstehen könnten. Zu der Sprachgruppe der Initiative gehören derzeit 25 Ehrenamtler, zu denen sich gerne noch mehr gesellen können.

Ein weiteres Anliegen ist eine Werkstatt in den ehemaligen Unterrichtsräumen im Keller der TMS, in der Fahrräder repariert werden können – zum Beispiel die kaputten Drahtesel, die in diesen Tagen vom ABK geliefert werden sollen. Die Gruppe freut sich über jedes Fahrrad, das nicht mehr gebraucht wird. Es kann montags bis mittwochs sowie sonnabends zwischen 14 und 16 Uhr in den Räumen des Vereins Maritimes Viertel am Eingang zur Unterkunft abgegeben werden. Wer keine Möglichkeit hat, das Rad zu bringen: Mitarbeiter der Firma Raytheon Anschütz bieten an, die Räder auch abzuholen. Ansprechpartner von der Willkommens-Initiative ist Andreas Meyer, er ist erreichbar unter Tel. 0431/3852323.

Noch wird viel vorbereitet und geplant. Angedacht ist zum Beispiel, eine regelmäßige Teestube zu eröffnen, in der sich Kontakte knüpfen lassen. Basteln, Zeichnen, Handarbeit, Musik: Es entstehen zudem jede Menge Angebote von Seiten der Kreativgruppe, die von den Flüchtlingen wie von den Wikern gleichermaßen genutzt werden sollen. Wer Interesse hat, sich zu beteiligen kann an Jan Lorenzen wenden, vorzugsweise per E-Mail an info@willkommenskultur-wik.de oder unter Tel. 0431/9066133.

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