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Neuer Chef will Kieler Woche umkrempeln

Große Pläne Neuer Chef will Kieler Woche umkrempeln

Der neue Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger hat angekündigt, das Volksfest von Grund auf zu ändern. Gleichzeitig kritisiert er die bestehende Form. „Vieles ist austauschbar und oft nur ein Sammelsurium von Ständen“, sagte Dornberger im Hauptausschuss der Landeshauptstadt Kiel.

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Vor allem den Internationalen Markt und die Regeln für die Standvergabe will Philipp Dornberger überarbeiten.

Quelle: Ulf Dahl (Archiv)

Kiel. Vor allem den Internationalen Markt und die Regeln für die Standvergabe will er überarbeiten sowie die Festflächen individueller gestalten. Die Segelwettbewerbe möchte er in der Innenstadt sichtbarer machen. Dornberger denkt an Großbildschirme und TV-Übertragungen. „Wir wollen doch ein Volksfest sein“, sagte er.

2018 ist der Internationale Markt dran

Schon für das kommende Jahr will sich Dornberger den Internationalen Markt vornehmen. Hier bestehe „Renovierungsbedarf“. So will er für den Rathausplatz ein "individuelles" Konzept entwickeln und etwa Verkaufsstände aus Holz vorschreiben. „Wir müssen weg von den weißen Stehtischen und hin zu mehr Detailverliebtheit.“

Aber auch an die anderen Veranstaltungsflächen will Dornberger ran. Seine Vision: Auf den Plätzen der Stadt sollen unterschiedliche „Welten“ entstehen, wie es sie beispielsweise auf der Krusenkoppel gebe. Oft sehe er auf den Veranstaltungsflächen kein einheitliches Bild, kritisierte Dornberger. Besonders scharf ging er dabei mit dem Holstenplatz ins Gericht. „Das ist der schlimmste Platz der Kieler Woche. Dabei hat sie hier ihren Ursprung“, sagte er.

Große Flächen werden neu ausgeschrieben

Zehn Großflächen werden in diesem Jahr neu ausgeschrieben, darunter die Hörn, der Asmus-Bremer-Platz und zwei Flächen an der Kiellinie. Dadurch sieht Dornberger die Chance für neue Konzepte. Er und sein Team haben die Ausschreibungsunterlagen überarbeitet. Veranstalter müssen fortan konkrete Konzepte für die Flächen liefern. Außerdem will Dornberger die Ausschreibung bekannter machen, um Konkurrenz zu schaffen.

„Dann müssen sich alle ein bisschen bewegen“, sagte Dornberger. Leicht werde das nicht, denn die Stadt habe in der Branche keinen guten Ruf, sagte der neue Cheforganisator. Er begründete dies in erster Linie mit einem Kommunikationsproblem. „Deshalb haben wir Leute direkt angeschrieben und angesprochen, um sie auf die Ausschreibungen aufmerksam zu machen.“

Rückendeckung von den Ratsfraktionen

Von den Ratsfraktionen erhielt Dornberger Rückendeckung. „Es kommt Bewegung in die Kieler Woche“, sagte Ingrid Lietzow (SPD). Das sei gut und richtig, denn für das Volksfest gebe es Entwicklungsmöglichkeiten. „Es ist sicher nicht alles umsetzbar. Aber es ist gut, dass er es anstößt.“ Auch von der CDU gab es Lob. „Die Neuausrichtung ist gut und sinnvoll“, sagte Fraktionschef Stefan Kruber. „Ich hoffe nur, dass die Verwaltung mit dem Tempo Schritt hält.“

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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