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Großer Andrang beim Aktionstag

Flughafen Holtenau Großer Andrang beim Aktionstag

Rund 1500 Menschen kamen am Sonntag zum Aktionstag am Flughafen Holtenau. Dabei ging am Rande auch der Streit weiter, ob Kiel die Start- und Landebahn überhaupt benötigt.

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Bestes Wetter und großes Interesse: Zum Aktionstag auf dem Flughafen Holtenau kamen rund 1500 Besucher.

Quelle: Frank Behling

Holtenau. René Lancelle, der Sprecher der Interessengemeinschaft Flughafen Kiel, war mehr als zufrieden. „Wir sind ganz begeistert, was für eine Resonanz der Tag ausgelöst hat.“ Beim ersten Aktionstag hatten die Betriebe auf dem Flughafen ihre Hallen geöffnet und die Maschinen herausgeholt. Was aber aussah wie ein normaler Tag der offenen Tür, hatte auch eine politische Botschaft: „Wir wollen endlich Planungssicherheit“, sagt Ute Hölscher, Fluglehrerin in Kiel. Den mit großer Mehrheit getragenen Beschluss der Ratsversammlung zum Erhalt des Flughafens vom 16. Februar haben die Menschen am Flughafen zwar mit Freude zur Kenntnis genommen. „Es ist aber auch so, dass wir hier immer nur von Jahr zu Jahr planen. So kann man keine neuen Unternehmen zur Ansiedlung bewegen“, sagt Lancelle.

Zahlreiche Vertreter der Politik waren dabei

Die bereits ansässigen Unternehmen mit 75 Mitarbeitern zeigten am Sonntag, welche Möglichkeiten es gibt. Und dazu waren auch Vertreter der Kieler Politik gekommen. „Der Flughafen ist für Kiel ein wichtiger Standortfaktor“, sagte der CDU-Kreischef und Bundestagsabgeordnete Thomas Stritzl beim Rundgang. Aber auch aus den Ratsfraktionen und Ortsbeiräten waren viele Vertreter da.

Offener Streit zwischen Oschmann und Lietzow

Zu denen, die jedoch lieber heute als morgen den Flughafen schließen möchten, gehören die Kieler Grünen. Der stellvertretende Ratsfraktionschef Lutz Oschmann stellte sich mit einem Banner ans Eingangstor. Seit mehr als 15 Jahren kämpft er bereits für eine Schließung. Und auch beim Pressegespräch kochten die Emotionen. „Wir können hier 1800 Wohneinheiten hinbauen und Gewerbe mit 2600 Arbeitsplätzen ansiedeln“, warb Oschmann. „Dann nennen sie uns doch mal Namen von den Unternehmen, die sie hier ansiedeln wollen“, entgegnete Hubschrauber-Unternehmer Oliver Schubert. „Kiel braucht dringend Flächen für Wohnraum“, schob Oschmann gleich kämpferisch nach – und bekam ebenso schnell eine Antwort: „Hören sie endlich auf, Herr Oschmann. Diese Argumente kennen wir doch nun alle“, fauchte ihn SPD-Ratsfrau Ingird Lietzow an und beendete die Diskussion auf dem Hallenvorfeld.

Aktionstag auf dem Flughafen Holtenau.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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