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Bauausschuss hat noch viele Fragen

Großprojekt Bauausschuss hat noch viele Fragen

Das geplante Großprojekt auf dem Gelände der ehemaligen KN-Druckerei stößt bei der Politik zwar auf weitgehende Zustimmung. Im Bauausschuss meldeten jedoch SPD, CDU, Grüne, SSW, FDP und Linke einmütig Beratungsbedarf an, mit der Folge, dass alle den Vertagungsantrag der CDU mittrugen.

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Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) hatte die Pläne der Kieler Nachrichten, auf dem Areal zwischen Treppenstraße und Hohe Straße für 30 bis 40 Millionen Euro einen Wohn- und Bürokomplex zu bauen und dem Rathaus als möglichem Hauptmieter Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten, als Chance ohne Risiko für die Stadt bezeichnet.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) hatte zuvor die Pläne der Kieler Nachrichten, auf dem Areal zwischen Treppenstraße und Hohe Straße für 30 bis 40 Millionen Euro einen Wohn- und Bürokomplex zu bauen und dem Rathaus als möglichem Hauptmieter Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten, als Chance ohne Risiko für die Stadt bezeichnet. Die Stadt habe so eventuell die Möglichkeit, unter anderem das aus allen Nähten platzende Archiv in der früheren Rotationshalle unterzubringen, aber nur, wenn der noch auszuhandelnde Mietpreis am Ende stimme. So lag dem Ausschuss auch kein Vertrag vor, sondern lediglich eine Absichtserklärung.

Die mögliche Rathauserweiterung ist nur eines der vielen Bauprojekte in der Innenstadt, die derzeit in Planung sind. Die Entwürfe für den Bürokomplex an der Kaistraße 66, in den ein Entwickler 16 Millionen Euro investiert, haben jetzt sogar Propst Thomas Lienau-Becker zu einem Offenen Brief an die Stadtspitze und Ratsversammlung getrieben. Die aktuelle Planung ist nach Ansicht von Lienau-Becker „städtebaulicher Vandalismus“. In dem Schreiben argumentiert der Propst, dass durch den siebenstöckigen Bürokomplex der letzten verbliebenen Blickachse auf die Kieler Altstadt ein Riegel vorgeschoben würde: „Das geplante Gebäude zerstört die letzte Möglichkeit, Kiel als eine Stadt am Wasser zu sehen.“ Diese Meinung teilt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer in seiner Antwort nicht: Das Projekt sei mit dem Beirat für Stadtgestaltung, einem unabhängigen Gremium aus Fachleuten, abgestimmt. Laut Kämpfer nimmt der Entwurf dessen Anregungen mit der Feingliederung, dem hochwertigen Material aus dunklem Klinker und attraktiven Nutzungsmischung auf. Deshalb ist der Oberbürgermeister überzeugt, dass der Neubau dazu beiträgt, die Innenstadt aufzuwerten.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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