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Schlossquartier in Kiel Hier möchten viele gern residieren

Nur drei Monate nach dem Spatenstich konnte am Donnerstag der Grundstein für das 70 Millionen Euro teure Wohnprojekt im Schlossquartier gelegt werden. 213 Miet- und Eigentumswohnungen sollen in der Kieler Innenstadt entstehen, voraussichtlich im Sommer 2018 können hier die ersten Bewohner einziehen.

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Noch ist nur die Baugrube zu erkennen, aber in unmittelbarer Nähe zum Kieler Schloss (vorn) sollen in den kommenden zwei Jahren 213 neue Wohnungen entstehen. Im Sommer 2018 sollen hier die ersten Bewohner einziehen können.

Quelle: Frank Behling

Kiel.  „Kiel gehört in Schleswig-Holstein zu den Städten mit dem größten Bevölkerungszuwachs. Es ist richtig, hier in Wohnungsbauprojekte zu investieren“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer anlässlich der Grundsteinlegung. Das Schlossquartier werte das Zentrum Kiels auf und belebe den Einzelhandel. „Aber auch die Bauwirtschaft in Schleswig-Holstein wird von dem Projekt profitieren, hier werden Arbeitsplätze geschaffen“, sagte der Minister.

 Oberbürgermeister Ulf Kämpfer erinnerte an die Symbolik des Projektes, da es auf historischem Grund entstehe. „Mit dem Schlossquartier wird ein Meilenstein in der Kieler Stadtentwicklung gesetzt“, sagte Kämpfer und dankte den Bauherren, der Norddeutschen Grundstücksgesellschaft (NGEG) und der Allgemeinen Betreuungsgesellschaft (ABG), für ihren Mut, in Kiel zu investieren. „Kiel ist nicht die allererste Adresse, an die Investoren denken. Das ändert sich aber gerade.“

 130 Eigentumswohnungen, zwei Häuser mit 83 Mietwohnungen, sieben Läden im Erdgeschoss und eine große Tiefgarage mit 165 Stellplätzen sollen im neu geschaffenen Schlossquartier entstehen. Beim Bau wird besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Für die Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material ist das Wohnprojekt zertifiziert worden. Zwischen 3000 bis 6000 Euro pro Quadratmeter müssen Käufer für eine der Eigentumswohnungen bezahlen.

 Karin Dankert ist eine der zukünftigen Bewohnerinnen. Die Kielerin freut sich, in zwei Jahren in die Kieler Innenstadt ziehen zu können. „Meine Tochter hat eine Wohnung gekauft, weil sie im Alter gerne nach Kiel zurückkommen möchte“, erzählt die 70-Jährige. Bis es so weit ist, darf die Mutter in das Schlossquartier einziehen. „Ich freue mich darauf, so zentral zu wohnen. Wir können dann sogar auf das Wasser sehen.“

 Bernd Prothmann hat erst am vergangenen Montag den Kaufvertrag für eine 88 Quadratmeter große Wohnung im Schlossquartier unterschrieben. „Die Lage ist einfach fantastisch. Besser geht es nicht“, schwärmt der 57-Jährige. Derzeit wohnt er noch in Frankfurt am Main, möchte aber in ein paar Jahren zurück in seine Heimat Schleswig-Holstein ziehen. „Bei meinem letzten Familienbesuch im April bin ich auf dieses Projekt gestoßen. Da wusste ich, dass ich mich schnell entscheiden muss.“

 Interessant auch die Namensgebung für die neuen Straßen rund um das Projekt: Demnach soll der neu entstehende Platz, zu dem auch ein Teil der Burgstraße gehören wird, Schlossplatz heißen. Die Verbindungsstraße zwischen diesem Platz und der Schlossstraße soll Fischerstraße heißen, in Anlehnung an eine historische Straße in dem Bereich. Außerdem wird ein Teil der Eggerstedtstraße in Flämische Straße umbenannt, um eine übersichtliche Hausnummerierung zu ermöglichen. Der Bauausschuss wird darüber in einer seiner nächsten Sitzungen beraten.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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