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Comeback des Revolutionärs in Kiel

Gustav-Garbe-Brücke Comeback des Revolutionärs in Kiel

Gustav Garbe (1865 – 1935) war eine der zentralen Persönlichkeiten des Kieler Matrosenaufstandes im Jahr 1918: Jetzt trägt die Schiffsbrücke in der Wik wieder seinen Namen.

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Einweihung der Gustav-Garbe-Brücke durch Wolfgang Röttgers, Rainer Pasternack und Frank Hornschu (von links)

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Bereits 1930 nannte die Stadt die neugebaute Brücke der Freien Turnerschaft Wassersport (heute die Segler-Vereinigung) nach dem SPD-Politiker und Gewerkschaftsführer, doch die Nationalsozialisten machten die Ehrung bereits 1933 rückgängig. Pünktlich zum 98. Jahrestag der Revolution erhielt die Brücke an der Kiellinie/Koesterallee am Donnerstag ihren alten Namen zurück. Der Beschluss zur Wiederbenennung fiel im Dezember 2015 in der Ratsversammlung.

Sprecher von SPD, Grünen und SSW begründeten damals ihren Antrag damit, die wichtige Rolle Garbes als Vorsitzender des Arbeiterrates und Zivilgouverneur wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken zu wollen. Kulturdezernent Wolfgang Röttgers (SPD), der das Tuch über dem Schild zusammen mit Kulturreferent Rainer Pasternak (Mitte) und Frank Hornschu, Vorsitzender des Kieler Gewerkschaftsbundes (rechts), vor etwa 60 Gästen entrollte, freute sich: Künftig heiße die Brücke wieder nach Garbe – 83 Jahre, nachdem die Nazis das Schild abgebaut hätten. Der Historiker Klaus Kuhl hinterfragte Garbes historische Rolle, um zu dem Schluss zu kommen, dass der Arbeiterführer ein echter Revolutionär war.

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