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Diagnostik und Forschung gebündelt

Hämatologie umgezogen Diagnostik und Forschung gebündelt

Das Labor für hämatologische Spezialdiagnostik der Klinik für Innere Medizin II hat am Sonnabend seine neuen Räume im Langen Segen mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Das Labor, das zu den größten und leistungsstärksten in Deutschland zählt und international einen exzellenten Ruf genießt, war vorher lange im Städtischen Krankenhaus beheimatet.

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Einweihung des Labors für hämatologische Spezialdiagnostik der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, am 20. Februar 2016 in der Straße Langer Segen 8-10 (von links): Prof. Michael Kneba (Direktor Innere Medizin II), Prof. Monika Brüggemann (Labor-Leiterin), Architekt Christian Schmieder, Prof. Jens Scholz (UKSH-Vorstandsvorsitzender und Prof. Christoph Röcken (Prodekan Medizinische Fakultät und Leiter Onkologisches Zentrum Kiel) freuen sic

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Nach dem Auslaufen des Kooperationsvertrags zwischen dem Städtischen und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mussten für die Spezialeinrichtung neue Räume gefunden werden.Die Rückkehr an den Campus Kiel hob Prof. Jens Scholz bei der Einweihung vor zahlreichen Gästen hervor. „Ich freue mich für unsere Patienten, die vom unmittelbaren Austausch aller onkologischen Experten des zertifizierten Onkologischen Zentrums am UKSH profitieren werden“, sagte der UKSH-Vorstandsvorsitzende. Er kündigte an, dass zukünftig in dem Haus auch das Schreibbüro des Universitätsklinikums untergebracht werden soll. Prof. Christoph Röcken, Prodekan der Medizinischen Fakultät, sah neben der Krankenversorgung in der neuen Einrichtung auch einen Glücksfall für die Forschung: „Sie trägt unmittelbar dazu bei, onkologische Erkrankungen besser zu verstehen und zu behandeln.“ Zudem wurden in der Einrichtung Methoden entwickelt, mit denen ein Ansprechen auf eine Therapie frühzeitig beurteilt werden kann. Damit ist es möglich, die Behandlung bestmöglich zu steuern und die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden anzustoßen.

Keine einfache Suche

Mit dem Umzug ist das Labor in eine Sektion unter der Leitung von Prof. Monika Brüggemann umgewandelt worden. Ungefähr 50 Ärzte, Biochemiker, Biologen, Informatiker, Mathematiker und Medizin-Technische Assistenten sind dort beschäftigt. Wie Prof. Brüggemann erläuterte, verbinde die Sektion patientennahe Diagnostik und Grundlagenforschung. Sie biete ein umfassendes Spektrum von konservativen und innovativen Methoden zur hämatologischen Diagnostik, insbesondere bei Leukämien und Lymphonen (Lymphdrüsenkrebs), um eine exakte Charakterisierung der Krankheiten zu erzielen. Mehr als 300 Praxen, Hochschulambulanzen und Krankenhäuser nutzen die Leistungen der Spezialeinrichtung.

„Die Suche war nicht einfach“, sagte Prof. Michael Kneba, Direktor der Klinik für Innere Medizin II bei der Einweihung. Da auf dem Kieler UKSH-Campus kein geeigneter Platz gefunden werden konnte, habe man sich sehr viele Industriebrachen im Stadtgebiet angeschaut. Mehr durch Zufall sei man auf das leerstehende Gebäude in der Straße Langer Segen in unmittelbarer Campusnähe gestoßen. Drei der vier Stockwerke des Privathauses, 1890 als Bekleidungskammer der damals dort stehenden Marinekasernen und des Lazaretts errichtet (zum größten Teil im Zweiten Weltkrieg zerstört) und zuletzt unter anderem von der Muthesius Kunsthochschule genutzt, hätten angemietet und nach den Plänen des Kieler Architekten Christian Schmieder umgestaltet werden können. Auf 900 Quadratmetern Fläche, verteilt auf drei Etagen, seien die Räumlichkeiten für die spezialisierte Nutzung nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Akkreditierung konzipiert und mit hochmoderner Klima- und Filtertechnik ausgestattet worden. Investiert worden seien drei Millionen Euro, die aus Erlösen eigengeneriert werden. „Alles ist schön geworden“, sagte Kneba.

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