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Eine Menge Holz für das Ostufer

Hafen Kiel Eine Menge Holz für das Ostufer

Die Suche nach Blindgängern und alten Bunkern ist vorbei. Die letzten Bunkerknacker sind im Oktober aus dem Ostuferhafen abgerückt. Das ehemalige Ortopädia-Gelände ist bereit zum Baustart des neuen Papier- und Forstproduktezentrums der schwedischen Firmen SCA und Iggesund.

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Hinter den beiden Papierhallen am Liegeplatz 1 im Ostuferhafen wird im Winter eine etwa 18000 Quadratmeter große Halle für den Umschlag von Papier und Forstprodukten entstehen. Baubeginn ist nächste Woche.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Nächste Woche soll der Bau des Fundaments starten“, sagte Ulf Jahnke, Sprecher des Seehafens Kiel. Damit nimmt der Neubau Gestalt an.

 Wichtig sei, dass mit dem Bau des Fundaments noch vor dem Winter große Fortschritte gemacht werden, so der Hafensprecher. Im nächsten Frühjahr soll dort eine geschlossene Halle und ein Unterstand für Fahrzeuge stehen. In diesen neuen Bauten sollen bis zu 1,5 Millionen Tonnen schwedischer Forstprodukte umgeschlagen werden. Zu einem erheblichen Anteil handelt es sich dabei um Zeitungspapier. Ab Sommer nächsten Jahres werden voraussichtlich immer sonnabends und montags die schwedischen Spezialfrachter „Östrand“, „Ortviken“ und „Obbola“ Papier in Kiel löschen. Ein erster Probeanlauf fand vor wenigen Tagen statt.

 Die Seehafen Kiel GmbH hat sich das frühere Betriebsgelände der Firma Ortopedia am Salzredder in Dietrichsdorf rechtzeitig gesichert. Als sich 2004 abzeichnete, dass die alten Fabrikanlagen nicht mehr verwendet werden sollen, war der Seehafen sofort aktiv geworden. Den Kaufvertrag unterzeichnete am 3. April 2006 der damalige Seehafen-Chef Jörg Rüdel. Obwohl es damals noch keine direkte Nutzung für das 4,3 Hektar große Gelände gab, wurde die Fläche für zukünftige Projekte gesichert. „Der Erwerb des Geländes ist für den Seehafen Kiel von erheblicher strategischer Bedeutung, eröffnet dieser Schritt doch hervorragende Ansiedlungsmöglichkeiten für hafennahes Gewerbe“, ließ Rüdel damals wissen.

 Sein Nachfolger Dirk Claus konnte mit seinem Team jetzt die Früchte einfahren und bei den Verhandlungen mit den schwedischen Firmen diese Fläche anbieten. Der bislang in Lübeck angesiedelte Papierumschlag wechselt mitsamt der Deutschland-Verwaltung der Reederei nach Kiel. Die Mitarbeiter werden in einem Gebäude angesiedelt, dass bislang von Seehafen-Mitarbeitern genutzt wurde. Die neue Halle soll eine Größe von 18000 Quadratmetern bekommen. Die jetzigen Lagerhallen haben eine Gesamtfläche von 25000 Quadratmetern. Die Forstprodukte werden auf den Schiffen auf speziellen Kassetten transportiert. Für den Umschlag dieser Kassetten wird es ein spezielles Training der Seehafen-Mitarbeiter geben. Zusätzlich können mit den beiden Kränen im Ostuferhafen auch Container und Schwergüter von den Fähren aus Schweden umgeschlagen werden.

 Insgesamt wird der Seehafen in den kommenden beiden Jahren rund 50 Millionen Euro in den Ausbau der Anlagen und der Infrastruktur investieren. Der Löwenanteil geht dabei in den Ostuferhafen, teilte Hafenchef Dirk Claus kürzlich bei der Traditionsveranstaltung Sprottenback mit.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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