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Seehafen ehrt SCA-Chef Jörn Grage

Hafenpreis 2017 Seehafen ehrt SCA-Chef Jörn Grage

Der Hafenpreis 2017 wurde in diesem Jahr an Jörn Grage verliehen. Der Geschäftsführer der SCA Logistics GmbH wird für den Aufbau des neuen Papierterminals im Ostuferhafen gewürdigt.

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Jörn Grage (links) bekam von Seehafen Chef Dirk Claus den Hafenpreis 2017 überreicht,,

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der Hafenpreis 2017 bleibt diesmal in Kiel. Die jährliche Auszeichnung für Persönlichkeiten der Kieler Hafenwirtschaft ging an Jörn Grage von der in Kiel ansässigen SCA Logistics GmbH. Bei der traditionellen Sprottenback im Kreuzfahrtterminal Ostuferhafen ehrte Kiels Hafenchef Dirk Claus am Donnerstag den 52jährigen Schifffahrtskaufmann für sein Engagement bei der Ansiedlung des Umschlagterminals für die Forstprodukte der schwedischen Firmen SCA und Iggesund Paperboard.

2015 waren die Unternehmen von Lübeck nach Kiel umgezogen. In Kiel wird jetzt ein Hallenareal mit 50000 Quadratmetern und 16 Hektar durch die Firmen genutzt. 800000 Tonnen hochwertige Forstprodukte wie Zeitungs- und Magazinpapiere oder Hygieneartikel werden dort in diesem Jahr umgeschlagen. „Die Ansiedlung des schwedischen Unternehmens hat 80 neue Arbeitsplätze geschaffen“, so Seehafen-Chef  Claus. Deshalb habe der Beirat des Seehafens den Geschäftsführer der Kieler Niederlassung als Preisträger ausgewählt. Jörn Grage ist die 17. Persönlichkeit, die mit dem etwa zehn Kilo schweren Bronze-Poller des Eckernförder Kunstschmieds Patrick Schloßer ausgezeichnet wurde.

„Du hast durch dein persönliches Engagement maßgeblich dazu beigetragen, den neue SCA-Terminal hier in Kiel anzusiedeln“, würdigte Dirk Claus den Preisträger. „Wir sind hier sehr gut aufgenommen worden und fühlen uns hier sehr wohl“, bedankte sich Grage. Bei der Überlegung zum Wechsel von der Trave zur Kieler Förde war die Lage Kiels einer der Hauptgründe. „Die seeseitige Anbindung  hat für uns eine wichtige Rolle gespielt. Dabei ist der Ostuferhafen einfach ideal“, sagte Grage. Die Schiffe mit dem Papier aus Schweden können den Ostuferhafen gut erreichen, und der schnelle Weitertransport auf dem Wasserweg zu den Nordseehäfen sei in Kiel möglich.

Bei der Entwicklung des neuen Konzeptes habe man sich mehrfach mit den Vertretern des Seehafens getroffen, sei zusammen nach Schweden gefahren und habe konstruktive  Gespräche geführt,  so Grage. Die Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal und der leistungsfähige Bahnanschluss des Hafens seien die Pluspunkte der Landeshauptstadt, so Grage. Ein großer Teil der Papiermengen wird vom Ostuferhafen per Schiff und Bahn weitertransportiert.

So werden inzwischen erhebliche Mengen Papier für Druckereien auch für Abnehmer in Asien oder Afrika verpackt und dann per Binnenschiff zu den Containerterminals  nach Hamburg gebracht.  Mit Kritik an die Adresse der Landespolitik wurde aber auch nicht gespart. „Wir haben bei der A21 und der A7 eine katastrophale Situation“, sagte Grage mit Blick auf die Baustellen und das Tempo der Arbeiten.  Ein Teil der Papiermengen wird für Druckereien in Deutschland per Lastwagen abtransportiert. „Und das ist für die Fahrer keineswegs einfach“, ergänzt Grage.  Besonderes das Tempo, mit dem die Bauarbeiten an der A21 vorangehen, stößt in der Hafenwirtschaft auf Unverständnis und sei „schwer nachvollziehbar“, so Grage.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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