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Humboldt-Schule wurde zu Hogwarts

Harry-Potter-Lesenacht Humboldt-Schule wurde zu Hogwarts

In der Humboldtschule drehte sich am vergangenen Freitag alles um Harry Potter. In einer Lesenacht verwandelte sich die Schule in das Zauberinternat Hogwarts aus den Romanen von J.K. Rowling.

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Gespannt lauschen die Schüler der Zauberer-Geschichte: Der 13. Jahrgang der Kieler Humboldt-Schule hatte die „Harry-Potter-Lesenacht“ in der Schule organisiert.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel . Die Kieler Humboldt-Schule wurde zwar nicht vor etwa 1000 Jahren wie die Schule für Hexerei und Zauberei von den Hexen Ravenclaw und Hufflepuff und den Zauberern Gryffindor und Slytherin gegründet. Sie wurde erst 1876/77 vom Kieler Stadtbaumeister Schweitzer errichtet. Der Backsteinbau neugotischer Prägung lässt der Fantasie dennoch viel freien Raum. Das sagten sich auch 18 Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs und organisierten für die 75 neuen Sextaner eine Harry-Potter-Lesenacht.

 Fast nichts deutet an diesem regnerischen Abend darauf hin, dass in der Schule Zauberei in der Luft liegt. Längst ist der Unterricht vorbei. Dennoch herrscht Leben in dem nur schwach illuminierten Gebäude – und das hat es in sich! Schon von weitem ist der Lärm zu hören, der aus der Sporthalle nach außen dringt. Wer drinnen ist, erlebt gewaltiges Getöse. Das hat seinen Grund: Gerade spielen die Mannschaften von Gryffindor und Slytherin (zwei der vier Hogwarts-Häuser) den zauberhaften Sport Quidditch gegeneinander und versuchen, die vier Bälle durch einen der drei Ringe zu werfen – verzichten allerdings auf die fliegenden Besen. Wer gerade nicht im Einsatz ist, feuert sein Team an der Seitenlinie lauthals an. Dann tauschen die Mannschaften. Jetzt spielen Hufflepuff und Ravenclaw gegeneinander. Die Begeisterung ist ebenfalls riesig.

 Bewegung macht hungrig. Nach dem Quidditch treffen sich alle Sextaner in der Schulaula. Die angehenden Humboldt-Abiturienten haben sie für diese Nacht zur „Großen Halle“ umfunktioniert, die in den Harry-Potter-Romanen zentraler Veranstaltungs- und Speisesaal Hogwarts‘ ist. Wie in der Erzählung sitzen die Schüler der vier Häuser in Hogwarts an vier langen Tischen und essen. An diesem Abend servieren ihnen die älteren Schülerinnen und Schüler, etliche gekleidet in den jeweiligen Hausuniformen, heiße Würstchen. Später lesen die „Großen“ aus Harry-Potter-Romanen vor – in vier Klassenräumen, die sie nach den Büchern umgestaltet haben. Hier übernachten auch alle in Schlafsäcken.

 „Das ist eine tolle Idee der Großen“, sagt Paula. Die Elfjährige hat die Harry-Potter-Bände eins, zwei und vier gelesen und ist gerade beim dritten dabei. Peer (10) findet es gut, durch diese Aktion die anderen Kinder kennenzulernen.

 Die Idee zu der Lesenacht hatte Jacqueline Thoma. Die 19-Jährige begeisterte dafür ihre Mitschüler, sodass sie nach den Sommerferien mit der Entwicklung des Konzepts beginnen konnten. Dann mussten Bastelutensilien und Lebensmittel eingekauft und zuletzt die Schulräume umgestaltet werden. „Es war stressig, hat aber Spaß gemacht. Wir haben es ja auch freiwillig getan“, erzählt die 18-Jährige. Ziel der Lesenacht sei es, den Kontakt zwischen alten und jüngeren Schülern herzustellen, die Identifizierung mit der Schule zu erhöhen, die Lust aufs Lesen zu steigern – und einfach nur Spaß zu haben. Das habe geklappt.

 Erfreut war auch Alexander Bethke: „Diese Aktion ist schon etwas Besonderes“, sagte der Orientierungsstufenleiter der Humboldt-Schule. Diese wie auch andere Aktionen würden das Interesse der Schüler für ihre Schule unterstreichen.

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