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Verabschiedung von Leiter Gramenz

Gemeinschaftsschule Hassee Verabschiedung von Leiter Gramenz

Sommerferien, die nie zu Ende gehen – die kann Gerd Gramenz ab sofort genießen. Nach 24 Jahren als Leiter der Gemeinschaftsschule Hassee wurde der 63-Jährige nun während einer Feierstunde von Kollegen, Elternvertretern, Freunden und Vertretern aus dem Ministerium mit vielen Dankesworten und Lob aus dem Schuldienst verabschiedet.

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Gerd Gramenz – mit Ehefrau Susanne und Sohn Timmo – leitete 24 Jahre lang die Gemeinschaftsschule Hassee.

Quelle: Jennifer Ruske

Hassee/Vieburg. Viel Herzblut hat Gramenz in die Gemeinschaftsschule Hassee gesteckt. Nach einer Anstellung als Lehrer an der Integrierten Gesamtschule Friedrichsort (1977 bis 1991) hat Gramenz den Aufbau und die Leitung der 1991 neu gegründeten Integrierten Gesamtschule Hassee (IGS) übernommen. Die Ausgestaltung des pädagogischen Konzeptes, die Raumplanung und nicht zuletzt die Anmeldungen der Schüler lagen damals in den Händen des neuen Schulleiters. Der, in einem Zeitungsartikel nach seiner Motivation gefragt, gelassen erklärte „Einer muss es ja machen“, wie die „Lehrerurgesteine“ Andrea Elz, Gabi Radny und Ulrich Pöhlmann in einem „Schwank“ auf der Bühne im Nawi-Bau den Besuchern verrieten. Ganz so entspannt war der Schulstart für das neunköpfige Lehrerkollegium allerdings nicht. „Wir wurden in das alte Gebäude der Theodor-Heuss-Grund- und Hauptschule in der Rendsburger Landstraße einquartiert, zusammen mit der Grundschule, die ihren Hauptschulbereich aufgeben musste. Erst 1996 wurde die Grundschule in einen Neubau verlegt“, erinnert sich Gramenz. Für viele der früheren Lehrer stellte das „so etwas wie eine feindliche Übernahme dar“, wie es Andrea Elz, Gabi Radny und Ulrich Pöhlmann scherzhaft ausdrückten. Heute ist das Verhältnis zur Nachbarschule bestens.

 Die Schüler waren Gramenz in all den Jahren immer das Wichtigste. Nicht nur in seinem Job als Deutsch- und Geschichtslehrer, der einen Tag vor seiner eigenen Verabschiedung noch eine Abi-Klasse auf den Weg gebracht hatte, sondern auch als Schulleiter, der das Konzept der Bildungseinrichtung vorgibt: „Ich wollte so wenig Differenzierung der Schüler, wie möglich“, erklärte er. Heißt, statt begabte und langsamer lernende Schüler in Gruppen zu unterrichten, hat Gramenz vor rund zehn Jahren das Lernen im Klassenverband durchgesetzt, in dem die Schüler individuell gefördert werden. Auch die Nachmittagskurse lagen ihm am Herzen. „Wir waren von Anbeginn an eine offene Ganztagsschule mit freiwilligem Angebot am Nachmittag – und einem Mittagsangebot“, erzählt der 63-Jährige. Gegessen wurde in den Klassenräumen, bis die Schule 2010 – die im gleichen Jahr zur Gemeinschaftsschule mit Oberstufe wurde – eine Mensa bekam.

 Insgesamt 16 Schülergenerationen hat Gramenz von der Einschulung bis zum Abitur begleitet. Heute besuchen rund 730 Schüler die Gemeinschaftsschule Hassee, 60 Lehrkräfte und fünf Lehrer in Ausbildung bereiten sie auf das Leben vor. Die Schule ist gut für den Nachfolger Markus Schier (ehemals Timm-Kröger-Schule) aufgestellt, findet Gramenz, der sich für seinen Ruhestand zwar vorgenommen hat, mit seiner Frau Susanne viel zu verreisen, doch zuerst will sich der Schulleiter a.D. dem Schreiben einer Schulchronik „seiner“ Einrichtung widmen – und in Ruhe noch einmal in Erinnerungen schwelgen.

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