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Namenswechsel am neuen Häuschen?

Haltestelle Hasseer Straße Namenswechsel am neuen Häuschen?

In Hassee müssen sich Busnutzer wohl künftig umgewöhnen: Die Haltestelle „Hasseer Straße“, die von den Linien 61 und 62 angefahren wird, wird vermutlich nach dem Gründer des Aufzugherstellers Rud. Prey umbenannt. Das ist ein Wunsch des in unmittelbarer Nähe ansässigen Unternehmens.

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Das Unternehmen Rud. Prey würde die Bushaltestelle „Hasseer Straße“ direkt vor dem Firmensitz gern nach dem Firmengründer Rudolf Prey umbenennen.

Quelle: Jennifer Ruske

Hassee/Vieburg.  Es möchte im Gegenzug das Buswartehäuschen vor der Firmenzentrale in der Rendsburger Landstraße umgestalten und künftig die Pflege übernehmen. Die Entscheidung darüber trifft der Bauausschuss am Mittwoch auf einer Sondersitzung.

Im Mai hatte der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Thomas Prey, im Ortsbeirat Hassee/Vieburg die Pläne vorgestellt, nach der Umgestaltung der Firmenzentrale in der Rendsburger Landstraße auch das vor der Tür befindliche Buswartehäuschen auf eigene Kosten und passend zum Gestaltungskonzept der Firma umzubauen und es damit zu verschönern. Rund 200000 Euro will die Firma investieren und sich künftig um die Unterhaltung kümmern, erklärte Prey. Dafür soll die Haltestelle nach dem Firmengründer benannt werden. Die Umbauarbeiten sollen im Zuge des Ausbaus der Rendsburger Landstraße erfolgen.

 Kontrovers hätten die Mitglieder des Ortsbeirates Hassee/Vieburg – nicht öffentlich – die Umbenennung diskutiert, erklärte Vorsitzender Oliver Voigt (Grüne) während der jüngsten Sitzung des Gremiums. Problematisch sei das für einige, weil der Name der Haltestelle „Hasseer Straße“ nicht einfach nur auf eine Straße verweise, sondern auf den historischen Kern des Stadtteils. Für die Umbenennung spreche die Tatsache, dass das Unternehmen das Buswartehäuschen übernimmt, was einer Kostenersparnis für die Stadt Kiel bedeute. Ein Votum über die Umbenennung wollte der Ortsbeirat nicht abgeben. Entscheiden muss nun der Bauausschuss. Die Beschlussvorlage, über die abgestimmt wird, befürwortet die Übernahme der Haltestelle von der Firma Prey.

 770 Bushaltepunkte gibt es im Kieler Stadtgebiet, davon 473 mit Fahrgastunterständen. 131 Unterstände sind Eigentum des Eigenbetriebs Beteiligungen der Stadt Kiel, 342 gehören der Deutsche Städte Medien. Es sei gelebte Praxis, für die Haltestellen und Unterstände Namen von öffentlichen Plätzen oder Straßen zu nutzen, da Straßen in der Regel nicht häufig umbenannt werden, erklärte Stadtsprecher Arne Ivers. Es gäbe aber in Kiel eine Reihe von Bushaltestelle, die wie „Ikea“, „HDW“, „Plaza“, „Citti-Park“, „KVG“, „KN-Druckzentrum“, „Kunsthochschule“ und einigen mehr, nach Unternehmen, Schulen oder Einrichtungen benannt seien. Neu ist in diesem Fall jedoch, dass der im Auftrag des Unternehmens auf öffentlicher Fläche gebaute Unterstand nach der Fertigstellung der Firma Prey gehören würde. „Das gab es in Kiel bislang noch nicht.“ Das Engagement der Firma werde von der Stadt begrüßt.

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