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Neue Unterkunft für Flüchtlinge

Haus im Pötterweg Neue Unterkunft für Flüchtlinge

Nach dem Auszug des Jugendaufbauwerks sollten nach Renovierung und Umbau in das leerstehende Gebäude Pötterweg 1 eigentlich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und der Pflegekinderdienst einziehen. Jetzt will die Stadt das Backsteinhaus komplett zur Unterkunft für Flüchtlinge machen.

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In das zuletzt von der Bildungsstätte Kiel des Jugendaufbauwerkes genutzte städtische Gebäude sollen Asylbewerber einziehen.

Quelle: Ingrid Haese

Wellsee. Erst im November hatte Marion Muerköster, Leiterin des Jugendamtes, dem Ortsbeirat Wellsee/Kronsburg/Rönne die Umbaupläne vorgestellt und mitgeteilt, in der ersten Etage des Gebäudes werde das Jugendhaus Nordlicht einziehen und dort bis zu 14 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen. Im Erdgeschoss sollten die Mitarbeiter des Pflegekinderdienstes und der Adoptionsvermittlung Büroräume bekommen. Die Kosten für Sanierung und Umbau des Gebäudes waren damals mit 450000 Euro veranschlagt worden.

Joachim Kläschen von der Pressestelle der Stadt teilte am Montag auf Nachfrage mit, durch die steigenden Flüchtlingszahlen sei der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten stark gestiegen. Daher sollen in Wellsee neben unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen nun auch Flüchtlingsfamilien untergebracht werden. Zudem sei das Gebäude für diese Nutzung besser geeignet als für die Nutzung durch einen Verwaltungsdienst.

 Das rote Backsteinhaus im Pötterweg 1 ist nach wie vor stark sanierungsbedürftig. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates im Vereinsheim des SC Fortuna Wellsee erläuterte dazu Gabriele Wiesmann-Liese, Leiterin der städtischen Immobilienwirtschaft, der bauliche Zustand sei nicht gut, das gelte auch für die technischen Leitungsführungen, den Dämmzustand, die Heizungs- und die Sanitäranlagen. Zudem gebe es brandschutztechnische Probleme. Vorgesehen sei jetzt eine Teilsanierung. Man müsse die Technik aufrüsten, von außen eine Fluchttreppe anbauen, um dem Brandschutz gerecht zu werden. Die Fenster sollten nicht erneuert werden, auch das Dach solle so bleiben.

 Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. Sie rechne mit keiner Fertigstellung in diesem Jahr, sagte Gabriele Wiesmann-Liese. Ein wollte sie noch nicht nennen. Die jugendlichen Asylbewerber sollen später im linken Flügel des Gebäudes wohnen. „Es sind elf bis zwölf Minderjährige, im rechten Teil des Gebäudes bringen wir die Familien unter, insgesamt etwa 65 Personen sind es dort“, berichtete Wiesmann-Liese.

 Ortsbeiratsmitglied Walter Hansen (SPD) sagte, das Gebäude könne mit reduziertem Standard zwar als Unterbringung genutzt werden, wichtig sei aber auch die Frage nach der langfristigen Perspektive. Wiesmann-Liese antwortete, man gehe davon aus, dass die Immobilie relativ lange belegt sein werde. Jetzt solle das Nötigste zum Erhalt des Gebäudes getan werden. Eine Folgesanierung nach der Nutzung schließe sich nicht aus.

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