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Doppelte Hilfe für Kinder aus Kiel

Hautärztin Regina Fölster-Holst Doppelte Hilfe für Kinder aus Kiel

Mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Hautkrankheiten bei Kindern hat Prof. Regina Fölster-Holst als Hautärztin gesammelt. Für ihre Kollegen hat sie all ihr Wissen 2008 in einem kleinen Atlas der pädiatrischen Dermatologie zusammengefasst.

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Hautärztin Prof. Regina Fölster-Holst hat einen kleinen Atlas der pädiatrischen Dermatologie herausgebracht. Der Verkauf brachte 3000 Euro für die Kieler Initiative gegen Kinderarmut (INKA) ein, der 2008 von Jörg Rüdel gegründet wurde.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Der Erlös des Buches kam bislang der Kieler Initiative gegen Kinderarmut (Inka) zugute. Allein die zweite Auflage 2014 brachte 3000 Euro, die nun übergeben wurden.

 „Ich habe immer schon gerne mein Wissen weitergegeben“, sagt sie. Und so wurde sie gefragt, ob sie dieses nicht auch in einem Buch veröffentlichen könnte. Und so erschien 2008 der 200 Seiten starke kleine Atlas, 2014 folgte die zweite Auflage mit weiteren Diagnosen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich auch in der Therapie niederschlagen. Unterstützt wurde Fölster-Holst durch den Ko-Autoren Dr. Matthias Buchner sowie durch die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH. „Gedacht ist der kleine Atlas für Kollegen, die ihn im Kittel bei sich tragen und so in aller Kürze die wichtigsten Informationen zum Erkennen, der Diagnostik und Therapie der Hauterkrankung nachschlagen können“, beschreibt sie. Denn bei Hauterkrankungen von Kindern, die sich sehr von denen der Erwachsenen unterscheiden, sei es wichtig sie frühzeitig zu erkennen, um sie richtig behandeln zu können.

 „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie sind in besonderem Maße schutzbedürftig. Das gilt insbesondere auch für Hautkrankheiten im Kindesalter, die extrem häufig sind“, erklärt die Ärztin, die auch im Vorstand der nationalen Arbeitsgemeinschaft sowie in der europäischen Gesellschaft der Pädiatrischen Dermatologie Mitglied ist. „Gute Kenntnisse sind notwendig, um Kindern die bestmögliche medizinische Versorgung zu garantieren“, betont sie. Beispielsweise leiden bis zu 20 Prozent der Säuglinge und Kleinkinder an Neurodermitis. Hinter dieser juckenden Hauterkrankung können sich jedoch viele andere Erkrankungen verbergen, die ein ähnliches Hautbild zeigen, aber anders zu behandeln sind. Der Erlös des zehn Euro teuren Buches kommt der 2008 gegründeten Kieler Initiative gegen Kinderarmut zugute, die sich für die musikalische und sportliche Förderung von Kindern einsetzt. „Rund 500 Euro im Jahr kostet die Förderung eines Kindes“, erklärt Gründer Jörg Rüdel. Zurzeit werden rund 200 Kinder gefördert, zu 80 Prozent im musikalischen Bereich.

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