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Wo die Oberstufenschüler speisen

Hebbelschule Wo die Oberstufenschüler speisen

Strahlendes Gelb, kombiniert mit zartem Grün – so farbenfroh erstrahlt ein neu gestalteter Raum in der Hebbelschule. Geplant und umgesetzt wurde das neue Outfit des früheren Klassenzimmers von Oberstufenschülern selbst. Denn künftig sollen sie darin essen, arbeiten und auch chillen.

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„Wir gehen fest davon aus, dass die Sporthalle 2016 gebaut wird“, sagt Annegret Wilms, Leiterin der Hebbelschule, mit dem Bild eines Modells von Turnhalle und neuer Mensa.

Quelle: Karina Dreyer

Wik. Der Gedanke für den Raum entstand aus der großen Not an Essensplätzen. „Unsere Mensa ist recht schön und man kann dort, besonders seitdem wir eine Schallschutzdecke bekommen haben, eigentlich auch gut essen. Doch leider haben wir viel zu wenig Platz: für 637 Schüler stehen knapp 50 Sitzplätze zur Verfügung“, beschreibt Schulleiterin Annegret Wilms. Die Nachfrage nach warmen Essen ist groß: Das liege zum einen an den steigenden Schülerzahlen, aber auch daran, dass immer mehr Familien darauf angewiesen sind, sagt sie. Zudem habe sich durch den Wechsel des Anbieters die Qualität des Essens verbessert. Das Catering-Unternehmen Aramark beliefert die Schule seit anderthalb Jahren mit täglich 120 Essen, die Schüler sind sehr zufrieden.

 Doch die große Nachfrage führte zu einem Platzproblem. „Wir bieten zwei Essenszeiten am Vormittag an. Leider bildet sich vor allem in der ersten Mittagszeit eine lange Schlange vor der Mensa“, sagt Wilms. Mit der Stadt, Eltern, Lehrern, Schülern und Förderverein wurde schließlich eine Lösung gefunden: Der Oberstufenraum, der gleich neben der Mensa liegt, wurde zu einem Mensaerweiterungsraum mit Loungebereich umgewandelt.

 Die beiden Schüler Friedrich Lutter und Inga Lau machten dazu ein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum in der Tischlerei von Georg Wawerla. Dort planten sie den Raum mit 20 neuen Sitzplätzen und legten ihre Skizzen dem Mensabeirat, bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern, vor. „Es wurde beraten, verworfen, nach Rücksprache mit Vertretern der Stadt neu entwickelt. Mögliche Materialien wurden gesichtet, Kataloge gewälzt, über Farbpaletten gegrübelt“, beschreibt die Schulleiterin.

 Dann ging es auch noch um die Kosten von 20000 Euro, die sich die Stadt, die Schülervertretung und der Förderverein teilten. Um den Wohlfühlfaktor zu steigern, wurde zudem die Wand mit einem Bild von europäischen Wahrzeichen im Sinne der Hebbelschule als Europaschule verziert.

 Doch auch wenn es nun den neuen Raum für die Oberstufenschüler gibt: „Die Hebbelschule braucht dringend eine neue Mensa, die nach Planung der Stadt erst in den nächsten Jahren gebaut werden soll“, bedauert die Schulleiterin. Laut Raumordnungsplan für Schulen hätte die Hebbelschule Anspruch auf zusätzlich 180 Quadratmetern, die drei Klassenräumen entsprechen.

 Eine Erweiterung ist auch geplant: Die Schule geht fest davon aus, dass 2016 mit dem Bau einer neuen Sporthalle begonnen wird, die Mensa und weitere Klassenräume folgen. Doch sicher ist noch nichts: „Der Bau der Sporthalle ist vorgesehen, aber vorbehaltlich eines Haushaltsbeschlusses“, sagte Gabriele Wiesmann-Liese vom städtischen Amt für Immobilienwirtschaft. Und der sei vor Ende des Jahres nicht zu erwarten.

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