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Belastete Familien können durchatmen

"Hilf mir ins Leben" Kiel Belastete Familien können durchatmen

Familien, die ein kleines Kind mit Behinderung oder chronischer Erkrankung haben, stehen im Alltag oft vor großen Herausforderungen. Das Projekt „Hilf mir ins Leben“ bietet kostenlose Unterstützung.

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Für das Projekt „Hilf mir ins Leben“ hofft Koordinatorin Ruth Volk vom CJD Kiel (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) auf weitere ehrenamtlich Engagierte.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. Um der Nachfrage gerecht zu werden, fehlen jedoch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter.

 Bereits seit vier Jahren vermittelt das Projekt des CJD Kiel (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) Hilfe für Familien, wenn ein Säugling, Kleinkind, die Mutter oder der Vater von einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung betroffen ist. „Die Eltern sind enorm gefordert, häufige Arzt- und Therapietermine, Job, Haushalt und Alltag zu bewältigen“, weiß Ruth Volk, die hauptamtliche Koordinatorin des Projekts. „Dazu kommen große Sorgen um das erkrankte Familienmitglied; in solchen Situationen wird jede helfende Hand gebraucht.“ Nun konnte dank der Stiftung Wertestarter die Finanzierung des Projekts für ein weiteres Jahr gesichert werden. Deshalb werden erneut Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und ein- bis dreimal pro Woche eine Familie entlasten, zum Beispiel durch Babysitten, Betreuung der älteren Geschwister, Einkaufen, durch Anpacken im Haushalt, Begleitung zum Arzt oder zur Beratungsstelle. Zurzeit seien drei Familien auf der Warteliste, der Bedarf sei aber weitaus größer, erklärt die Koordinatorin. So wird aktuell vor allem in Dietrichsdorf, Kronsburg und Kronshagen Hilfe gesucht.

„Viele junge Familien haben keine Freunde oder Großeltern in der Nähe, die ihnen regelmäßig zur Seite stehen könnten“, betont Ruth Volk. Zu den Leuten, die sich im Verein engagierten, gehörten Studierende, „aber auch ältere Menschen, die Erfahrungen mit Kindern und Enkeln haben“, erzählt sie. „Die Ehrenamtlichen werden durch Einarbeitung, monatliche Teamtreffen und verschiedene Schulungen dauerhaft in ihrem Engagement begleitet.“

„Hilf mir ins Leben“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem CJD Kiel und der Landeshauptstadt im Bereich der Frühen Hilfen. „So gibt es einen engen Austausch zwischen den Mitarbeitenden des Projekts und den Eltern- und Erziehungsberatungsstellen, den Familienhebammen, dem Amt für Gesundheit und anderen Akteuren der Frühen Hilfen Kiel“, erläutert die Koordinatorin. Betroffene Familien und Interessierte können sich direkt beim CJD Kiel melden: Hopfenstraße 2e, Telefon 0431-20069822, E-Mail: info@hilf-mir-ins-leben.de. Sprechzeiten sind montags bis donnerstags, jeweils 10 bis 16 Uhr.

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