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Lotusblüten als Zeichen der Hoffnung

Hiroshimapark Lotusblüten als Zeichen der Hoffnung

Der Arbeitskreis Städtesolidarität und die Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft haben am Sonnabend den Opfern der beiden Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 gedacht.

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Lotusblüten erinnern an die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Als Zeichen der Solidarität bastelten zahlreiche Menschen abends am Hiroshimapark Lotusblüten aus Papier und Teelichtern, die sie bei Einbruch der Dunkelheit auf dem Kleinen Kiel schwimmen ließen.

 Die erste Lotusblütenzeremonie in Kiel gab es 1987 im damals gerade neu benannten Hiroshimapark. Die Lotusblüten sollen die Seelen der Opfer symbolisieren. Zugleich sollen sie ein Zeichen für eine atomfreie und friedliche Welt setzen. Diese Anliegen mahnten am Sonnabend mehrere Sprecher an. „Wir setzen Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Zeichen der Mahnung und der Hoffnung“, sagte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, der auch Vorsitzender des Arbeitskreises ist. Tovar bedauerte, dass sich US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch in Hiroshima im Mai dieses Jahres nicht im Namen des amerikanischen Volkes für die Gräueltaten entschuldigt habe. Das, so Tovar weiter, sei skandalös. Es gab und gebe keine Rechtfertigung für den Einsatz von Atombomben.

 Die Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft ist in den 1980er-Jahren aus der Friedensbewegung entstanden, als US-amerikanische Raketen und Marschflugkörper in Deutschland und anderen europäischen Ländern aufgestellt wurden. Die Arbeitsgemeinschaft wurde Mitglied in dem 1987 von der Kieler Ratsversammlung beschlossenen „Arbeitskreis Städtesolidarität“.

 Neben 460 anderen deutschen Gemeinden gehört auch Kiel der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) an. Diese, 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet, setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein.

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