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Hier wächst das neue Zentralbad

Hörn in Kiel Hier wächst das neue Zentralbad

Die Maschinen stehen am Brückentag still auf dieser großen Baustelle an der Hörn. Allmählich ist hier aber zu erkennen, was gebaut wird. Ein großes Stahlgitternetz an der Nordseite der Baustelle ist die Basis für das 50 Meter lange Schwimmbecken im neuen Zentralbad für Kiel.

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Langsam nimmt es Gestalt an: Beim Blick aus der Luft auf die Baustelle an der Hörn sind einzelne Schwimmbecken schon gut zu erkennen. Im Sommer 2017 soll das Sport- und Freizeitbad den Betrieb aufnehmen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die Größe des Beckens und unterschiedliche Wassertiefen, die durch einen Hubboden erzeugt werden, lassen sich erahnen. Daneben steht bereits das unterste Stockwerk. Die Personal-, Lager- und Technikräume sollen hier untergebracht werden. Auf dem Stockwerk darüber stehen zahlreiche Säulen und erste Wände. Auch zwei kleinere Schwimmbecken sind schon eingelassen.

„Wir denken, dass wir das Sport- und Freizeitbad an der Hörn wie geplant im Sommer 2017 eröffnen können. Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Arne Gloy, Pressesprecher der Stadt Kiel. Weil der Winter recht mild war, seien glücklicherweise keine Verzögerungen entstanden. „Wir kommen gut voran. Wenn das Dach aufgesetzt ist, dann gehen die Detailarbeiten im Inneren weiter. Das wird noch mal viel Zeit in Anspruch nehmen.“

Kein Spaßbad, sondern auch für Sportler

Im Mai 2015 wurde mit dem Bau des 130 mal 80 Meter großen Gebäudes begonnen. 480 Pfähle mussten zunächst mehr als 30 Meter tief in die Erde gebracht werden, damit die spätere Stahlbaukonstruktion auf dem ehemaligen Hörnboden sicher steht. Dann wurde die Sohle gegossen.

Sieben Becken mit einer Wasserfläche von 1720 Quadratmetern sind im neuen Kieler Bad geplant. Die Schwimmbecken werden extra etwas höher gebaut, damit die Schwimmer vor neugierigen Blicken von außen geschützt sind. Außerdem sollen ein großer Sauna- und Wellnessbereich, Sprudelinseln, Nackenduschen, Bodenquellen und eine Außenliegewiese für Erholung sorgen. Auf der 70 Meter langen Rutsche und im Kleinkinderbecken mit verschiedenen Spielfiguren werden auch die Kleinen auf ihre Kosten kommen. „Das Bad wird kein Spaßbad. Auch Sportler sollen angesprochen werden, deswegen wurde Wert darauf gelegt, dass es im neuen Schwimmbad ein 50-Meter-Becken gibt“, erläutert Gloy.

Bäderdiskussion in Kiel schwelt schon lange

Als die Planungen des Sport- und Freizeitbades vor gut sieben Jahren aufgenommen wurden, lösten sie zunächst eine Protestwelle aus. Denn der Entschluss, ein zentrales Bad in Kiel zu bauen, bedeutete gleichzeitig das Ende der alten, maroden Bäder. Diese zu sanieren, hätte nach Berechnungen der Stadt mehr gekostet als der Neubau. Das neue Bad an der Hörn soll das bereits geschlossene Lessingbad ersetzen sowie die Schwimmhalle Gaarden. Auch dem Freibad Katzheide drohte die Schließung. Durch die Sammlung von 11600 Unterschriften konnte die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ diese jedoch verhindern. SPD, Grüne und SSW, die politische Mehrheit im Kieler Rathaus, schlossen sich im Oktober dem Willen der Bürger an.

Am kommenden Donnerstag wird im Schul- und Sportausschuss über die Reparaturkosten des Freibades für 2015 und 2016 diskutiert. Nach Angaben des Amtes für Sportförderung belaufen sich die Gesamtkosten auf gut 122000 Euro. Die Verwaltung rechnet nicht damit, dass vor dem Start in die kommende Saison weitere Kosten anfallen werden.

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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Katzheide
Foto: Am Dienstag,  1. März, gibt es um 18 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule eine erste Infoveranstaltung zur Zukunft des in die Jahre gekommenen Freibades Katzheide in Gaarden.

Später als zunächst vorgesehen kommt die Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Sommerbades Katzheide in Gang. Aus nachvollziehbarem Grund, denn zunächst wollten die Verantwortlichen im Rathaus das Ergebnis des entsprechenden Bürgerbegehrens abwarten. Nun wird es ernst mit der Bürgerbeteiligung.

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