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Müll und Algen vermiesen schöne Tage

Hörn und Hafenbecken Müll und Algen vermiesen schöne Tage

Der Sommer lockt die Menschen jetzt in die Natur, viele Menschen verbringen die Freizeit rund um den Hafen am Wasser. Doch das hat auch seine Schattenseiten, denn besonders rund um die Hörn bleibt derzeit vermehrt Müll liegen.

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Müll auf Gleisen, Wegen und Kaikanten rund um die Hörn. Der Reinigungsaufwand dort ist seit Mai deutlich gestiegen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Zwar hat die Stadt bereits reagiert und rund um die Hörn Mülleimer aufgestellt. Die reichen aber besonders an den Wochenenden nicht aus. Und so liegt dort jede Menge Müll herum oder schwimmt im Hafenbecken.

 Die Stadt setzt inzwischen auch zusätzliche Reinigungskräfte ein. „Der Aufwand ist gegenwärtig zum einen durch die gute Witterung und die vielen Besucher, aber auch durch den Hype um das Pokémon-Go-Spiel im Bereich der Hörn und speziell des Vapianos erhöht“, bestätigte Stadtsprecher Joachim Kläschen auf Anfrage. Die Hörn ist aber auch zu einem Treffpunkt für Menschen aus Gaarden, Angler und Spaziergänger geworden. Dass dabei nicht jeder Besucher seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt oder legal entsorgt, ist leider Realität.

 Besonders oft sind in den Sommermonaten überfüllte Mülleimer in Parks und an den Ufern zu beobachten, aber auch darauf hat die Stadt ein Auge: „Sollte über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, dass die kleinen Behälter nicht ausreichen, würde ein Aufstellen größerer Bigbellys wie in der Holstenstraße geprüft“, sagte Kläschen. Bislang setzt die Stadt auf Einsätze der Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetrieb (ABK). Die Reinigung der Kaibereiche ist meist eine Gemeinschaftsarbeit von ABK und Seehafen Kiel. Darüber hinaus werde man aber auch tätig, wenn sich Bürger mit Beschwerden an die Stadt wenden. In diesem Jahr war das bereits am 23. Mai der Fall. Nach den schönen Frühlingsabenden waren größere Mengen Müll im Hafen und auf den Kaikanten entdeckt worden. Der ABK hat dann vom Ufer aus mit Keschern gefischt, der Seehafen hat das Wasser mit einem Arbeitsboot gereinigt. Die Aktion kostete knapp 500 Euro.

 Ein anderes Ärgernis sind gegenwärtig die Blaualgen auf Teichen und Seen im Stadtgebiet. Nach dem Wellsee und dem Schreventeich ist jetzt auch der Russee betroffen. Uferbereiche sind grün gefärbt. Reinigungsmaßnahmen sind nach Mitteilung des Umweltamtes aber nicht geplant, weil sie bei Blaualgen technisch nur sehr aufwendig und schwer umsetzbar wären. Die Entwicklung der Blaualgen hängt in erster Linie vom weiteren Verlauf der Witterung ab. Das Vorkommen der Blaualgen sei nicht mit den Fadenalgen zu vergleichen, die im Frühjahr aus dem Kleinen Kiel entfernt werden konnten.

 Da es an Kieler Binnengewässern keine offiziellen Badestellen gibt, die vom Gesundheitsamt zu überwachen sind, werden auch keine Badeverbote erteilt. Offizielle Badestellen werden regelmäßig auch auf coliforme Bakterien untersucht. Wer sicher gehen will, keinen Gesundheitsgefahren durch belastetes Wasser ausgesetzt zu sein, sollte ausschließlich an bewachten Badestellen an der Förde baden, so lautet der Rat des Umweltamtes der Stadt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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