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Jetzt sollen die Kieler einen Namen finden

Hörnbad Jetzt sollen die Kieler einen Namen finden

Wie Kiels größtes Bad heißen soll, bleibt weiter offen. Jedenfalls nicht Sport- und Freizeitbad Gaarden. Einen entsprechenden Vorstoß des Ortsbeirates Gaarden lehnte der Sportausschuss mit großer Mehrheit ab. Jetzt sollen die Kieler Bürger bei der Namensgebung in einem öffentlichen Verfahren beteiligt werden.

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Wie soll das Hörnbad künftig heißen?

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Der Gaardener Ortsbeirat bereits vor einigen Wochen einstimmig für die Badbezeichnung mit Stadtteilbezug votiert. Begründung: Dies könne zur Aufwertung des mit Imageproblemen kämpfenden Quartiers beitragen.

In der Sitzung des Sportausschusses bekräftigte CDU-Stadtteilvertreter und Antragsteller Fedor Mrozek die Argumentation dieser „positiven Ausstrahlung des Namens über die Stadtteilgrenzen“ noch einmal. Außerdem sei es ja auch bei anderen Sportstätten üblich, sie mit der Ortsteilbezeichnung zu verknüpfen.

Doch der Christdemokrat wurde in diesem Fall sogar von seiner eigenen Partei ausgebremst. „Mit Blick auf die gesamte Stadt bin ich gegen den Vorschlag. Auch wenn ich ihn als Ortsbeiratsmitglied wahrscheinlich mit unterstützt hätte“, erklärte CDU-Ratsfrau Elisabeth Pier.

Auch die anderen Ausschussmitglieder stimmten gegen den Vorstoß aus Gaarden, mit Ausnahme des FDP-Vertreters Rainer Kuberski: „.Ich weiß nicht, warum der Vorschlag des Ortsbeirats schlecht sein sollte.“ Dem begegnete die Ratskooperation (SPD, Grüne, SSW) übereinstimmend mit Unverständnis.

„Das neue Bad steht ja nicht umsonst genau an der Nahtstelle zwischen Ost- und Westufer“, argumentierte der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Torsten Stagars. Diese Symbolkraft eines Bades für alle Kieler dürfe nun nicht durch einen stadtteilbezogenen Namenszusatz wieder abgeschwächt werden.

Um diese Intention eines Bades für alle Kieler noch weiter deutlich zu machen, befürworte die Kooperation einen Wettbewerb zur Namensfindung unter Beteiligung aller Kieler. In Kürze werde der Stadtverwaltung dazu ein entsprechender Vorschlag von der Kooperation unterbreitet.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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