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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Hörnbad Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Die Arbeiten am Sport- und Freizeitbad an der Hörn gehen sichtbar voran. Boden und Wände einiger Technikräume sind bereits fertig. Das Spaßbecken ist im Rohzustand auch schon zu erkennen. Demnächst wird die Sohle für das 50 Meter lange Sportbecken gegossen.

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Hier entsteht das 50 Meter lange Sportbecken. Die Stahlbewehrung ist bereits eingebaut. Demnächst wird die 50 Zentimeter dicke Betonsohle gegossen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Anfang Mai werden mit Fertigteilen die Wände aufgestellt. Ab dem Sommer 2017 kann an der Hörn geplanscht und geschwommen werden.

Der Bau eines derart großen Schwimmbades stellt an Bauarbeiter und Material höchste Anforderungen. Damit das 130 mal 80 Meter große Gebäude auf dem aufgeschütteten ehemaligen Hörnboden sicher steht, wurden 480 Pfähle bis über 30 Meter in die Erde gebracht. Teile der 30 bis 50 Zentimeter dicken Sohle haben die Arbeiter bereits gegossen. Wände stehen, Decken wurden gezogen. „Das werden die Personal-, Lager- und Technikräume“, erklärte Axel Scheel, Projektleiter von der städtischen Immobilienwirtschaft. Darüber können die Besucher später planschen. Die Becken werden extra höher gebaut, damit die Schwimmer vor neugierigen Blicken von außen geschützt sind.

Die Technik ist äußerst komplex. „Alles muss punktgenau passen, damit es keine Lecks gibt“, sagte Scheel. Ganz akkurat müssen Löcher und Durchlässe für Massagedüsen, Wasserspiele, Unterwasserbeleuchtung und Überlaufkanäle eingepasst werden. Die Düsen baut eine Spezialfirma ein, die genau zu dem Zeitpunkt kommt, wenn die Wände gegossen werden. Später, so sagte Scheel, seien die Technikräume nicht wiederzuerkennen und voller Pumpen, Rohre, Heizungen und Filteranlagen. Unter den Schwimmzonen werden sogenannte Schwallbecken mit einem riesigen Fenster gebaut. Hier hinein läuft das Wasser über die Überlaufkanäle am Beckenrand, fließt durch die Filteranlage und wird anschließend gereinigt wieder ins Becken gepumpt.

Hier sehen Sie Bilder von den Bauarbeiten an der Hörn.

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„Durch die Scheiben können die Mitarbeiter Schwebstoffe und andere Verschmutzungen erkennen“, sagte Scheel. Damit zu jeder Zeit die Qualität gewährleistet ist, reinigen Unterwasserroboter nachts den Boden. Einmal im Jahr wird das ganze Wasser abgelassen. „Wir haben uns von den Stadtwerken ein Rohr mit extra großem Durchmesser einbauen lassen. Dennoch wird das Befüllen beispielsweise des Sportbeckens mehrere Tage dauern“, sagte der Projektleiter. Doch bevor es soweit ist, wird der als wasserfest deklarierte Beton darauf getestet, ob er auch wirklich dicht ist. Dazu gibt es eine Probebefüllung, die 14 Tage dauert. Sollte es irgendwo tropfen, wird in die Lecks Beton gepresst. Das ist kalkuliertes Risiko und kann tatsächlich vorkommen. „Wenn wir ein komplett dichtes Bad hätten haben wollen, müssten die Wände deutlich dicker sein. Das hätte aber den Kostenrahmen gesprengt“, erklärte Scheel.

Im 50 Meter langen Sportbecken ist bereits erkennbar, wo der Sprungturm stehen soll und der Hubboden eingebaut wird. In den kommenden Wochen wird die Sohle gegossen. Sobald der Beton ausgehärtet ist, werden im April oder Mai die Wände aus Fertigbauteilen aufgestellt. Gegen Ende des Jahres wird die anspruchsvolle Technik installiert. Tausende Fliesen müssen anschließend verlegt werden. Mitte 2016 arbeiten sich die dann etwa 20 Mitarbeiter ein. Erst im Anschluss daran öffnen sich die Türen zu Kiels neuem Bad mit Spaßbecken, Mutter-und Kind-Bereich, Lehrschwimm- und dem 50 Meter langen Sportbecken. Zudem wird es ein Freibad, Saunalandschaft, Gastronomie und Aufenthaltsbereich geben.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Foto: Noch ist es eine Baustelle. Bis 2017 soll an der Hörn das weiße Gebäude in der Form einer liegenden Eins mit Kantenlängen von 124 und 82 Metern entstehen.

Das Sport- und Freizeitbad an der Kieler Hörn nimmt Gestalt an. Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan. Sportdezernent Gerwin Stöcken hatte eine weitere gute Nachricht für den Finanzausschuss: Der Neubau belastet die Stadtkasse um knapp drei Millionen Euro weniger als erwartet.

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