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Wiederaufbau kann im Sommer starten

Hof Akkerboom Wiederaufbau kann im Sommer starten

Gute Nachrichten für den Hof Akkerboom: Im Sommer könnte der Wiederaufbau der Anfang August abgebrannten Tenne starten. Diese und noch weitere positive Neuigkeiten verkündeten Pitt Pommerening von der städtischen Immobilienwirtschaft und der beauftrage Architekt Edgar Schwinghammer (Kiel) im Ortsbeirat Mettenhof.

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Die Holzbohlen für den neuen Fußboden liegen in der Holzwerkstatt schon parat. Sie sollen in den nächsten Tagen verlegt werden, freuen sich Stefan Plischke und Urte Busse vom Verein Hof Akkerboom.

Quelle: Jennifer Ruske

Kiel. Grund zum Jubeln hat der Verein Hof Akkerboom, der in den denkmalgeschützten Gebäuden ein Kulturprogramm anbietet, schon seit Ende Dezember: „In der Kulturscheune, in der unsere Veranstaltungen stattfinden, läuft jetzt eine neu installierte Heizung“, freute sich Veranstaltungs-Koordinatorin Urte Busse. „Das heißt: Kein Besucher muss mehr frieren.“ Eine Neuinstallation war vonnöten, da die alten technischen Anlagen (Heizung, Gas, Wasser) aller Hof-Gebäude im Haupthaus lagen und durch das Feuer zerstört wurden.

 Auch in der Holzwerkstatt wird es seit zwei Tagen wieder warm. Das ist die nächste gute Nachricht, die Diplom-Ingenieur und Architekt Pommerening mitteilte. Das Reetdachgebäude, das der Tenne gegenüberliegt, war durch Funkenflug in Brand geraten, konnte von der Feuerwehr aber gerettet werden. „Dabei ist das Dach beschädigt worden. Im Inneren hat das Löschwasser den Holzboden zerstört“, erklärte der Vereinsvorsitzende Stefan Plischke. „Das Reetdach wird in den kommenden Tagen ausgebessert.“ Die Arbeiten können witterungsunabhängig erledigt werden. Auch der Holzfußboden wird in den nächsten Tagen neu verlegt. „Dann kann die Holzwerkstatt ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen. Der erste Schnitzkursus findet am 20. Februar statt“, erklärte Urte Busse, die Anfang Februar mit ihrem Schreibtisch aus der Kulturscheune aus- und in eigene Büroräume ziehen wird. „Damit steht dann die Kulturscheune komplett für Vermietungen und Veranstaltungen zur Verfügung.“

 Die Planungen für den Wiederaufbau des rund 430 Quadratmeter großen Haupthauses laufen noch, erklärte Architekt Schwinghammer, der vor einigen Jahren schon beim Wiederaufbau der Kulturscheune involviert war. Mit der Versicherung und dem Denkmalschutzamt sei man im regelmäßigen Dialog. Die Versicherung wird noch ein eigenes Gutachten erstellen. Der Architekt plant, den prägnanten Fachwerk-Giebel der denkmalgeschützten Tenne (Mauer und Eingangstür seien „das Gesicht des Hauses“) zu erhalten, eventuell auch die seitlichen Außenwände des alten Kuhstalls. Die Raumaufteilung im Inneren des neuen Hauses wird sich nach dem Bedarf beziehungsweise der Nutzung durch den Kulturverein richten. Ob das neue Gebäude wieder mit Reet eingedeckt wird, darüber wird noch beraten.

 Mit einer ersten, sehr grob geschätzten Kostenrechnung von 1,8 bis 1,9 Millionen Euro rechne man für den Wiederaufbau, der technisch und energetisch dem aktuellen Standard entsprechen wird. Rund 600000 Euro hat zudem die Immobilienwirtschaft nachträglich für den Haushalt 2016 für die (nicht versicherten) Baunebenkosten angemeldet. Die Ratsversammlung wird im Februar darüber entscheiden.

 Der Abbruch der Ruine wird in den kommenden zwei Wochen starten. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht, so Schwinghammer, „aber „mit viel Glück können wir im Sommer starten und vielleicht schon 2017 die Einweihung der neuen, alten Tenne feiern“.

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Foto: Der Neubau des Hofes Akkerboom rückt näher: Am Montag haben die Abbrucharbeiten der abgebrannten Tenne begonnen. Dennoch finden weiterhin Veranstaltungen statt. Der Kulturbetrieb wird in der vom Brand nicht betroffenen Scheune fortgeführt.

Es tut sich etwas auf Hof Akkerboom: Seit Montag laufen die Abbrucharbeiten der abgebrannten Tenne. Ist das Gelände geräumt, steht dem Wiederaufbau des Haupthauses ab Sommer nichts mehr im Wege.

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