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Die Tenne entsteht vollkommen neu

Hof Akkerboom Die Tenne entsteht vollkommen neu

Genau ein Jahr ist es her, dass das denkmalgeschützte Gebäudes des ehemaligen Hof Akkerbooms in der Stockholmstraße 159 in Kiel ein Raub der Flammen wurde. Inzwischen hat sich einiges auf dem Gelände getan. Der Wiederaufbau der Tenne soll in Kürze starten.

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Bis auf die Grundmauern nieder brannte die reetgedeckte Tenne von Hof Akkerboom. Spätestens im Oktober soll der Wiederaufbau beginnen.

Quelle: Sonja Paar

Mettenhof. So eine Nacht möchte Urte Busse, Koordinatorin des Kulturzentrums Hof Akkerboom, nicht wieder erleben: Vom 9. auf den 10. August 2015 brach ein Feuer auf dem Hof aus. Die Feuerwehr konnte die reetgedeckte Tenne nicht retten. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Beschädigt, aber gerettet wurden die Kulturscheune und die Holzwerkstatt. „Mehr als 150 Einsatzkräfte waren auf den Beinen, noch am nächsten Tag wurden viele Glutnester gelöscht“, erinnert sich Urte Busse an das Feuer, das durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde. Das hat die Untersuchung der Brandermittler ergeben.

 Die Tenne soll wiederaufgebaut werden – das hatte die Kieler Ratsversammlung kurz nach dem Unglück entschieden. Der erste Spatenstich für das neue Haus soll in einigen Wochen erfolgen, erklären Holger Schmidt und Pitt Pommerening vom Amt für Immobilienwirtschaft der Stadt. Die Baupläne sind fertig; der Bauantrag ist gestellt, aber noch nicht genehmigt worden. Mit der Versicherung ist man im Gespräch. „In zwei Wochen sollen die Ausschreibungen rausgeschickt werden“, erklärt Schmidt. Mit dem Baubeginn rechne man Ende September/Anfang Oktober. „Los geht es mit Erdarbeiten für die Entwässerung“, erklärt Architekt Edgar Schwinghammer, dann wird der Rohbau errichtet. „Wir werden uns beim Wiederaufbau am alten Gebäude orientieren“, sagt er. Diese sei stadtteilprägend gewesen.

Ein Feuer hat Hof Akkerboom in Kiel-Mettenhof zerstört. Der Feuerschein war weit ünber die ganze Stadt zu sehen.

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 In L-Form wird das neue Gebäude zwischen Schweinestall und Backhaus entstehen. Die denkmalgeschützte Giebelfassade wird wieder aufgebaut und der ehemalige Kuhstall – die Mauern stehen noch – in das Gebäude integriert. „Alles geschieht in Absprache mit den Denkmalschutzbehörden und mit dem Verein.“ Dieser durfte mitentscheiden, wie die Raumaufteilung aussehen soll. Und hat sich nicht nur für eine Verlegung des Haupteingangs zur Straße hin („um uns mehr zu öffnen“, so Busse) entschieden, sondern auch für eine große Küche, Gruppenräume und mehr. „Der Innenausbau startet, wenn das Dach mit Reet eingedeckt ist. Das ist eine Arbeit, die auch im Winter getan werden kann“, erläutert Schwinghammer.

 Dass es voran geht, ist eine Nachricht, die die 180 Mitglieder und der Vorstand des Kulturvereins Hof Akkerboom gern hören. Noch immer hakt es hier und da, wie zum Beispiel beim Telefonanschluss. Seit einem Jahr wartet der Verein darauf. „Endlich geht es los“, freut sich der Vorsitzende Thorsten Bauer-Yang. Zwar hatte der Verein sein Kulturprogramm weiter anbieten können. „Uns fehlen aber die Einnahmen aus der Vermietung der Tenne.“

 Ein großes Dankeschön spricht der Vorsitzende an Stadt und Land aus, „die uns unterstützt haben – und das hoffentlich noch ein weiteres Jahr tun werden“. Ein weiteres Dankeschön geht an alle Spender, die nach dem Brand mit Geld, Zeit und Sachspenden geholfen haben. „Ohne sie wäre es nicht einfach geworden“, sagt Urte Busse bewegt. Sie freut sich schon darauf, alle Beteiligten in die neue Tenne einladen zu können. Spätestens im Herbst nächsten Jahres soll das neue Gebäude stehen.

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Hof Akkerboom
Foto: Der Hof Akkerboom im Frühjahr, vor dem Brand. In der Tenne des 1797/98 von der Familie Göttsch gebauten Hauses fanden die beliebten Konzerte, Aufführungen und Tanzabende statt.

Am Ende hat es doch länger gedauert als zunächst geplant: Statt Ende September/Anfang Oktober wird der Wiederaufbau der Tenne des Hofes Akkerboom erst in den nächsten Wochen starten.

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