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Hoffnung auf Durchbruch wächst

Steuerfall Uthoff Hoffnung auf Durchbruch wächst

Kann die Stadt Kiel die Steueraffäre um Detlef Uthoff endlich abschließen? Die Chancen dafür stehen gut, auch wenn sie lediglich 3,2 Millionen Euro der Gewerbesteuerschuld von 7,8 Millionen Euro erhalten sollte.

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Detlef Uthoff verkaufte den Betrieb der Klinik Bellevue zum 1. April. Sachwalter Pannen bezifferte die Insolvenzmasse danach auf unter 20 Millionen Euro.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Summe überrascht nicht: Schon nach der letzten Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren gegen den Kieler Augenarzt hatte Sachverwalter Prof. Klaus Pannen signalisiert, dass die Stadt wie alle anderen Gläubiger mit weniger als 50 Prozent ihrer Forderungen rechnen muss.

Gegenüber KN-online bekräftigte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer erst kürzlich seine Erwartung, den Gewerbesteuerfall in diesem Jahr „umfassend“ abschließen zu können. Dabei bezog er sich nicht nur auf das Insolvenzverfahren, sondern auch auf die interne Aufarbeitung wie etwa die Klärung, „warum die Stadt so lange nicht vollstreckt hat und wie man künftig ähnliche Fälle verhindern kann“. Für seinen Verhandlungskurs bekam Kämpfer, der dem Gläubigerausschuss angehört, bisher die Rückendeckung der Politik, so dass die Zustimmung der Ratsversammlung am Montag, 27. April, in nichtöffentlicher Sitzung als sicher gilt. Zwei Beschlussvorlagen liegen vor, darunter eine zum Insolvenzplan, die andere zu den von Uthoff bereits geleisteten Zahlungen von mehr als einer Million Euro. Dabei handelt es sich um monatliche Raten, die der Mediziner innerhalb des später als rechtswidrig eingestuften Steuererlasses unter OB Susanne Gaschke an die Stadt überwiesen hatte und die zur Insolvenzmasse gerechnet werden.

Ob der geänderte Insolvenzplan allerdings die Gläubigerversammlung am 7. Mai reibungslos passiert, ist noch offen. Seit Einleitung des Verfahrens im November 2014 haben mehr als 100 Gläubiger Forderungen von rund 120 Millionen Euro gestellt. Doch seitdem hat sich viel geändert. So verkaufte der Augenarzt, wie berichtet, den Betrieb der Klinik Bellevue zum 1. April. Sachwalter Pannen bezifferte die Insolvenzmasse danach auf unter 20 Millionen Euro.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Nachdem der Kieler Augenarzt Detlef Uthoff den Betrieb und den Gebäudekomplex der Klinik Bellevue verkauft hat, werden seine Gläubiger erst am 7. Mai über einen neuen Insolvenzplan abstimmen. Nach der Gläubigerversammlung am Mittwoch wurde bekannt, dass sie mit weniger als 50 Prozent ihrer Forderungen rechnen können.

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