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Ortsbeirat will Heimvorteil für Anwohner

Holstein-Heimspiele Ortsbeirat will Heimvorteil für Anwohner

Nach 36 Jahren wieder Zweitligafußball – mehr Stadionbesucher bei Holstein-Spielen, das macht sich im Stadtteil Wik ganz direkt bemerkbar. Anwohner fühlen sich vermehrt durch Müll und wildes Urinieren gestört. Sorgen bereitet aber auch die Parkplatzsituation.

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Heimstatt der neuen Zweitligisten: Das Holsteinstadion soll einmal 15000 Zuschauer fassen. Mit den Begleitumständen des großen Besucherandrangs befasste sich jetzt der Ortsbeirat.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Mehrere Bürger hatten sich diesbezüglich an den Ortsbeirat gewandt – nun soll von Seiten der Stadt ein Konzept her. Am Mittwoch diskutierte der Ortsbeirat Wik einen Antrag zur Lenkung der Zuschauerströme im Bereich Paul-Fuß-Straße, Eduard-Adler-Straße, Projensdorfer Straße und Westring. Schon im Normalzustand seien die Parkplätze dort knapp, erklärte Ortsbeiratsmitglied Monika Schürkamp (SPD). Zu Heimspielen der KSV sei es dann besonders schlimm. Da die vorgeschriebene Zweitligakapazität von insgesamt 15000 Zuschauerplätzen im Stadion noch gar nicht erreicht sei, sei die Lage kritisch zu bewerten: „Wenn jetzt noch 3000 Plätze dazu kommen, kann man sich vorstellen, wie das weiter eskalieren wird“, so Schürkamp.

Die Gemüter hatten sich zuvor an einer von der SPD im Ortsbeirat ins Spiel gebrachten Sperrung von Paul-Fuß-Straße, Eduard-Adler-Straße, Projensdorfer Straße und einem Teil des Westrings erhitzt. Mit dieser Abriegelung sollten die Verkehrsströme um das Wohngebiet herumgeleitet und der Parkdruck für die Anwohner reduziert werden. Die CDU-Fraktion sprach sich generell gegen eine Abriegelung aus und bezeichnete dies als unpraktikabel. Sie plädierte daher dafür, entweder ganz auf die Sperrungen zu verzichten oder aber die Angelegenheit zunächst prüfen zu lassen. Der Antrag fand keine Mehrheit und wurde abgelehnt.

Zustimmung des Beirats fand schließlich eine feste Abriegelung, jedoch unter Ausnahme der Paul-Fuß-Straße, die während der Holstein-Heimspiele weiter frei befahrbar sein soll. Polizeiliche Sperrungen können im Einzelfall allerdings sehr wohl vorkommen. Anwohner betreffen diese Sperrungen nicht – sie dürfen nach Vorzeigen ihres Personalausweises die Straße weiter passieren. „Unser Ziel muss es sein, dass die Situation für die Anwohner besser wird“, erklärte Ortsbeiratsvorsitzende Ulrike Pollakowski (SPD).

Von Silja Rulle

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