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Stadion für die Zukunft gerüstet

Holstein Kiel Stadion für die Zukunft gerüstet

Der erste Schritt ist getan: Holstein Kiel hat mehr Planungssicherheit, sein Stadion am Westring in der Wik auszubauen. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten jetzt bei Enthaltung des Abgeordneten der Linken dem Aufstellungsbeschluss für einen neuen B-Plan zu.

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Ein Aufstieg in die zweite Bundesliga von Holstein Kiel ist in dieser Saison zwar unwahrscheinlich. Doch falls es dazu kommen sollte, müssen die vom DFB definierten Voraussetzungen geschaffen werden. E neuer B-Plan ebnet den Weg dafür.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Ein Aufstieg in die zweite Bundesliga ist in dieser Saison zwar unwahrscheinlich. Doch falls es dazu kommen sollte, müssen die vom DFB definierten Voraussetzungen geschaffen werden. Und die sehen ein Fassungsvermögen von mindestens 15 000 Zuschauern vor.

Nach der Vorlage plant der Verein, die Sportstätte von derzeit maximal 11400 Plätzen in zwei Bauabschnitten zu erweitern: Im ersten sollen die geforderten 15 000 Plätze geschaffen werden und nordwestlich des Stadions ein Parkhaus mit 1 500 Stellplätzen entstehen. Später ist angedacht, die Tribünen auf 22000 Plätze zu erweitern. „Stadtplanung hat die Aufgabe, ordnend verschiedene Nutzungen in der Stadt räumlich und zukunftsorientiert zuzuordnen. Das Holstein-Stadion besteht seit 1911 mit wechselvoller Geschichte. Holstein Kiel muss eine Zukunftsperspektive haben, das Stadion auszubauen und – wie geplant – zu übernehmen“, sagte Bürgermeister Peter Todeskino.

Der Aufstellungsbeschluss des neuen B-Plans war wichtig. Er löst zwei ältere B-Pläne ab. Der eine umfasst eine nördlich gelegene Kleingartenfläche, die erhalten bleiben soll und wegen des geplanten Parkhauses nicht mehr als Stellfläche für die Autos der Holsteinfans beansprucht wird. Der andere B-Plan wird aufgehoben, weil er komplett durch die neue Verordnung ersetzt wird. Mit dem neuen Plan „Holstein-Stadion“ kann die Stadt Vorhaben im Einzelfall für zwölf Monate aussetzen. Davon macht die Verwaltung Gebrauch: Für eine Fläche beim Stadion ist bei der Stadt eine Bauvoranfrage für eine Studentenwohnanlage eingegangen. Geplant sind 30 Appartements mit je 25 Quadratmetern Wohnfläche sowie zwölf Pkw-Stellplätze und Abstellmöglichkeiten für 34 Fahrräder. „Andere Nutzungsvorstellungen in der Nähe sind im weiteren Bauleitplanverfahren abzuwägen.

Daher wird das Wohnbauvorhaben zunächst zurückgestellt, um keine Fakten zu schaffen“, sagte Todeskino. Die Kommunalpolitiker fühlten sich ob der Dringlichkeit, mit der die Stadt den Aufstellungsbeschluss durchpeitschen wollte, brüskiert. Da die Grünen noch Erörterungsbedarf sahen, beantragten sie eine Vertagung der Vorlage. Aber die Verwaltung bat dringend darum, das Thema aufgrund von Fristproblemen nicht zu vertagen. So kam es zu einer 15-minütigen Sitzungsunterbrechung, in der Thomas Stüber hinter verschlossenen Türen die Hintergründe erläuterte. Darauf zogen die Grünen den Vertagungsantrag zurück. Gleichzeitig wurde die Verwaltung gebeten, zukünftig über derartige Probleme rechtzeitig vorher und nicht erst in der Sitzung zu informieren. Einzig Joachim Balzer enthielt sich bei der Abstimmung: „Wir brauchen Wohnungen für Studenten und keinen Stadionausbau für einen mäßigen Drittligisten“, sagte der Linke als Begründung.

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Günter Schellhase
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