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Wie geht es weiter mit dem Stadion?

Holstein im Rat Wie geht es weiter mit dem Stadion?

Soll das Holstein-Stadion an den Verein verkauft werden oder nicht? Das war die Frage, die am Donnerstagabend die Emotionen in der Ratsversammlung noch mal hochkochen ließ. Die Grünen sprachen sich in einem Antrag für den Verkauf aus, erhielten von den anderen Fraktionen aber eine Absage.

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Wie geht es weiter mit dem Holstein-Stadion? Diese Frage beschäftigte am Donnerstag auch die Kieler Ratsversammlung.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. "Wir sehen Holstein Kiel in der Pflicht", sagte Lutz Oschmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen. Er erinnerte an zurückliegende Gespräche mit der KSV, in denen es um den Verkauf des Stadions gegangen sei. Mehrfach habe der Verein den Kauf bereits versprochen. Erst vor wenigen Monaten, so Oschmann, habe Geschäftsführer Wolfgang Schwenke ihm zugesichert, dass Holstein Kiel die Sportstätte kaufen werde. "Jetzt sind der Verein und die Sponsoren gefragt."

Ganz anders sahen das die übrigen Ratsfraktionen, die gemeinsam einen Alternativantrag formuliert hatten, in dem sie dem Oberbürgermeister und dem zuständigen Dezernat ihre Unterstützung für anstehende Verhandlungen zusicherten. Sie wollen ergebnisoffen verhandeln. "Es ist wichtig, dass nun zeitnah eine Lösung gefunden wird. Und es ist wichtig, dass die Stadt dem Verein zur Seite steht", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Kruber. Außerdem müsse "unsere KSV" ihre Spiele in Kiel austragen können und nicht irgendwo anders. SPD-Fraktionschef Hans-Friedrich Traulsen konnte sich den Verkauf des Stadions als mögliches Ergebnis von Verhandlungen vorstellen. In der Stunde des sportlichen Erfolgs dürfe man aber nicht kleinkariert denken. "Die Stadt steht hinter dem Verein und hinter dem Aufstieg."

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer bat sich Beinfreiheit für die anstehenden Verhandlungen aus. "Natürlich muss ein Verein wie Holstein Kiel von den Sponsoren getragen werden, aber auch von der Stadt. Wir wollen und werden unseren Beitrag leisten." Wenn alles gut laufe, könne er vielleicht schon in der kommenden Woche erste Ergebnisse präsentieren.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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