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"Brücke"-Standort unter neuer Regie

Kiel "Brücke"-Standort unter neuer Regie

Weitere Millionen-Investition in die Innenstadt: Nach der Ahlmann-Stiftung plant nun auch eine private Kommanditgesellschaft, Gebäude an der Holstenbrücke wieder auf Vordermann zu bringen. Noch in diesem Jahr will die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg mit der Sanierung des Geschäftshauses beginnen, in dem früher unter anderem das Kino „Die Brücke“ sein Domizil hatte.

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Derzeit noch ein trostloser Anblick: Einen siebenstelligen Betrag wird die Aufarbeitung der Immobilie in der Holstenbrücke kosten.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Seit mehr als sechs Jahren herrscht nun schon trostloses Dunkel im ehemaligen „Brücke“-Kino. Jetzt will die „Holstenbrücke Kommanditgesellschaft“ die 1a-Immobilie wieder mit Licht und Leben füllen und nach eigenem Bekunden an der Holstenbrücke 8-10 „ein neues Stück Lebensqualität“ schaffen: Im Ex-Kino soll auf 500 Quadratmetern ein „mittelpreisiger“ gastronomischer Betrieb Platz finden, die Fassade wieder aufgemöbelt werden und sogar eine Dachterrasse entstehen.

Auf die Höhe der dafür nötigen Investitionssumme will sich der Sprecher der Gesellschaft, Michael Bürgers, zwar noch nicht festlegen, dafür seien die Kosten – beispielsweise für dringend nötige Korrekturen an der Statik des Hauses – zu unkalkulierbar. Mit Sicherheit müsse aber ein siebenstelliger Betrag von der von ihm mitgegründeten Gesellschaft aufgebracht werden.

Das wäre dann schon die zweite private millionenschwere Initiative zur Aufwertung des Quartiers im Herzen der Stadt. Bis zu zwei Millionen Euro will die Ahlmann-Stiftung in ihren 6400 Quadratmeter umfassenden Gebäudekomplex mit insgesamt 13 Geschäften genau gegenüber vom Ex-„Brücke“-Kino investieren. Allerdings nur, wenn der Kleine-Kiel-Kanal auch wirklich gebaut werden sollte (wir berichteten mehrfach).

Bürgers macht die Gebäudesanierung seiner Gesellschaft jedoch nicht von einem entsprechenden Kleinen-Kiel-Kanal-Beschluss abhängig, der noch im Juli in der Ratsversammlung fallen soll. „Wir denken in unserer Gesellschaft langfristig. Die dort engagierten Freunde und Familienmitglieder sind keine Spekulanten. Wir kümmern uns auch um die Bewirtschaftung des Gebäudes selbst und wollen einen langfristigen Beitrag zur Aufwertung der Innenstadt leisten.“

Laut aktuellem Zeitplan soll das Gebäude am 1. Juli den neuen Eigentümern übergeben werden. Danach müsse zunächst die Statik des Hauses in Ordnung gebracht werden. Dann folge die Neugestaltung der Erdgeschoss-Fassade mit Glas- und Stahlelementen sowie einem großen Glasvordach über einer großzügigen Terrasse mit möglichem Ausblick auf den Kleinen-Kiel-Kanal. Der Rest der Fassade könne im Kern ebenso unverändert bleiben wie der Bestand an Mietern, wenn diese es denn wünschten. Derzeit zählen dazu unter anderem ein Bäcker, ein Friseur im Erdgeschoss sowie eine Versicherungsgesellschaft mit Büros in oberen Stockwerken.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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