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Baustellenverkehr über das MFG-5-Gelände?

Holtenau Baustellenverkehr über das MFG-5-Gelände?

Die Planungen zum Neubau des Kurt-Engert-Hauses im Lindenweg 26 laufen auf Hochtouren. Die Stiftung Kieler Stadtkloster als Bauherrin hat die IPP-Ingenieurgesellschaft beauftragt, ein Verkehrskonzept für die Baustellenfahrzeuge zu erstellen. Die bevorzugte Route führt über das ehemalige Gelände des Marinefliegergeschwaders (MFG 5).

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Hermann-Josef Stevens (re.) leitet das Kurt-Engert-Haus. Eva El Samadoni vom Vorstand Kieler Stadtkloster informierte über die Neubau-Planungen des Seniorenhauses.

Quelle: Ingrid Haese

Holtenau. Auf dem Grundstück Lindenweg 26 sollen mit einem geschätzten Investitionsvolumen von zehn bis 14 Millionen Euro ein neues Pflege- und ein Seniorenwohnhaus entstehen (wir berichteten). Auf der Sitzung des Ortsbeirates Holtenau am Dienstag im Kurt-Engert-Haus fasste Eva El Samadoni vom Stiftungsvorstand Kieler Stadtkloster die Bauphasen zusammen. „Wenn das Pflegehaus im Norden fertig ist, wird das hintere Drittel des jetzigen Kurt-Engert-Hauses abgerissen. Danach bauen wir das Betreute Wohnen und reißen anschließend das letzte Stück des alten Hauses ab.“ Der erste Bauabschnitt soll ab April 2016 erfolgen, das Gesamtprojekt inklusive Parkgestaltung soll bis April 2019 abgeschlossen sein.

 Die überprüften Routen für den Baustellenverkehr stellte Harro Possel, Geschäftsführer der Kieler IPP-Ingenieurgesellschaft, vor. Er erläuterte, in den relativ seltenen Spitzenzeiten seien bis zu 30 Schwerlastfahrten pro Tag möglich. Zur Streckenvariante eins über Lindenweg, Kastanienweg und Richthofenstraße zur B503 sagte er, gegen sie spreche die Straßenbreite von 4,60 im Lindenweg. Außerdem sei auf der Westseite des Baugrundstücks nicht genügend Platz, um dort einen Wendehammer für Lkw einzurichten. Possel schlug das Anlegen eines Wendehammers auf der Ostseite vor. Die Baustellenein- und Ausfahrt soll dann an der Strandstraße liegen, die Zuwegung führt parallel zur Privatstraße „Strandstraße“. Die Sackgasse ist ein Seitenabzweiger der breiten Strandstraße.

 Routenvariante zwei verläuft von der Ein- und Ausfahrt Strandstraße über Kanalstraße, Kastanienweg und Richthofenstraße. Ihr erteilte Possel eine Absage, unter anderem weil die Kanalstraße nicht breit genug sei. Variante vier über Kanalstraße, Friedrich-Voß-Ufer und Oskar-Kusch-Straße hielt Possel wegen der hohen Anzahl von Knotenpunkten für ungeeignet. Er favorisierte Route drei, die von der Strandstraße in das MFG-5-Gelände bis zum Schusterkrug und auf die B503 führt. „Auf dem MFG-5-Gelände könnten wir die breite Straße, die jetzt Fuß- und Radweg ist, nutzen“, erläuterte er.

 Die Leiterin des Bauordnungsamtes, Birgit Kulgemeyer, berichtete, von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin des Geländes gebe es grundsätzlich Zustimmung. Das Ganze müsse aber noch abgestimmt werden. Ortsbeiratsmitglied Rüdiger Schulze (SSW) betonte, er sehe die Verkehre durch Holtenau als höchst problematisch an, aber die Alternative MFG 5 sei wegen des Fuß- und Radverkehre auch problematisch. Birgit Kulgemeyer erklärte dazu, die Lkw-Fahrer müssten Rücksicht nehmen. Dies habe das Kieler Stadtkloster sicherzustellen. Als Auflage werde dies in die Bauvoranfrage einfließen.

 Manfred Heller (SPD) fragte, ob es möglich sei, die Materialzuführung über vorhandene Gleisverbindungen vorzunehmen. Harro Possel entgegnete, dieses sei „logistischer Wahnsinn“ und würde die Bauarbeiten ungeheuer verteuern. German Frank (Grüne) bat darum, sobald es konkrete Pläne zur Zuwegung gebe, diese dem Ortsbeirat vorzustellen. Dann könne man Genaueres dazu sagen.

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